Inhalt: Jetzt geht es dem Brauhaus ans Gemäuer

Jetzt geht es dem Brauhaus ans Gemäuer

Brandruine wird abgerissen - Ampel regelt Verkehr

  • Abriss läuft: Der Bagger lässt die Wand zur ehemaligen Tanzfläche des Brauhauses einkrachen. Foto: Henri SeitzAbriss läuft: Der Bagger lässt die Wand zur ehemaligen Tanzfläche des Brauhauses einkrachen. Foto: Henri Seitz
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Neustadt (os). Die Mauer zur ehemaligen Tanzfläche hat der Baggerschaufel nichts entgegenzusetzen. Auch sonst hat das schwere Gerät keine Mühe mit der Brandruine des ehemaligen Brauhauses. Seit Mittwoch ist der Abrissbagger in Aktion. Fast 15 Monate nachdem die traditionelle Kneipe an der Leinstraße in der Nacht zum 4. Januar 2019 komplett ausgebrannt war, beginnt die Entfernung der Überreste.

Zuletzt hatten noch Untersuchungen auf Schadstoffe in der Bausubstanz die Arbeiten verzögert, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Vorausgegangen waren lange Verhandlungen zwischen Eigentümer und Versicherung (wir berichteten). Das Empeder Fachunternehmen Pietsch sorgt im Auftrag des Besitzers für den Abriss. Zunächst sind die Arbeiter im hinteren Bereich des Gebäudes tätig. Dabei wird nach heutigen Vorschriften bereits von Beginn an genau sortiert. „Durch die dichte Bebauung müssen wir natürlich extrem vorsichtig vorgehen“, sagt Sven Pietsch. Sein Unternehmen hat die Anwohner schon vorab kontaktiert und stellt auch einen Ausweichparkplatz zur Verfügung. „Trotzdem versuchen wir, die Zufahrten soweit wie es geht zu ermöglichen“, so der Entsorgungsspezialist.

Voraussichtlich am kommenden Mittwoch, 1. April, soll dann der Abriss der vorderen Gebäudeteile und der Hausfront beginnen. Für diesen Arbeitsschritt muss die Leinstraße auf Höhe des Baufeldes mehrere Tage halbseitig gesperrt werden. Eine Ampel regelt dann den Verkehr, so die Stadtverwaltung. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Abriss vor Ostern abgeschlossen sein.

Ursache des Feuers war nach Polizeiangaben Brandstiftung. Ein Täter wurde aber nicht ermittelt.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1098 vom 28.03.2020