Inhalt: Es tut sich was am Bahnhof: Buchhandlung zieht um - radiologische Praxis erhält Anbau

Es tut sich was am Bahnhof: Buchhandlung zieht um - radiologische Praxis erhält Anbau

Baubeginn für das „NeustadtTor“ voraussichtlich erst im neuen Jahr

  • Die Buchhandlung Biermann gibt es schon seit über 100 Jahren in Bahnhofsnähe, jetzt weicht sie dem „NeustadtTor“.Die Buchhandlung Biermann gibt es schon seit über 100 Jahren in Bahnhofsnähe, jetzt weicht sie dem „NeustadtTor“.
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Neustadt (dgs). Schon bald verschwindet ein Traditionsgeschäft an der Wunstorfer Straße: Die Buchhandlung Biermann - seit über 100 Jahren in Bahnhofsnähe ansässig - wird abgerissen. Das Gebäude aus den 50er Jahren weicht einem markanten Neubau: dem „NeustadtTor“. Das ortsansässige Unternehmen Rahlfs Immobilien will hier einen zweigeteilten Gebäudekomplex für Geschäfte und Büros, mit Lichthöfen und Tiefgarage erstellen.

Claudia Biermann, Inhaberin der Buchhandlung, wird nicht warten, bis das „NeustadtTor“ fertig ist. Eine angedachte Containerlösung als Provisorium, bis sie in den Neubau umziehen könnte, hat sie inzwischen verworfen. Schon demnächst will die Buchhändlerin stattdessen auf die andere Seite der Wunstorfer Straße in das Modehaus Wage mit einziehen. Der Eingang zur Buchhandlung erfolgt vom Rundeel aus. „Meine Kunden, die davon erfahren haben, reagieren positiv“, berichtet Biermann. Sie müssten dann nicht mehr die Wunstorfer Straße überqueren, laute das Argument - und auch Biermann selbst fühlt sich durch den Umzug besser in die Innenstadt integriert.

Am Platz vor dem Bahnhof bleibt die radiologische Praxis. Durch den Abriss des Biermann-Gebäudes verliert die Ärztegemeinschaft allerdings ihren Anbau, in dem bisher der Magnetresonanztomograph (MRT) untergebracht ist. Die Eigentümergemeinschaft Riedemann/Pietsch, der die beiden denkmalgeschützten Jugendstilvillen mit dem Café Havanna und der Arztpraxis gehören, verspricht allerdings schnelle Hilfe. Zum Jahreswechsel soll ein neuer, 50 Quadratmeter großer Anbau hinter dem Praxisgebäude entstehen, in dem dann ein neuer MRT eingebaut wird. „Der Bauantrag ist bereits gestellt“, erklärt Michael Riedemann auf Anfrage. Er verspricht einen „nahtlosen Übergang“, eine Praxisschließung sei nicht erforderlich.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2382 vom 14.08.2019