Inhalt: Grundwasserprobleme: Pläne für die neue Sporthalle müssen geändert werden

Grundwasserprobleme: Pläne für die neue Sporthalle müssen geändert werden

  • Auch mit geändertem Höhenniveau soll sich die Sporthalle des Gymnasiums „harmonisch“ in die benachbarte Bebauung einfügen.Auch mit geändertem Höhenniveau soll sich die Sporthalle des Gymnasiums „harmonisch“ in die benachbarte Bebauung einfügen.
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Neustadt (dgs). Nicht nur am Schloss rollen die Bagger, auch die Sporthalle am Gymnasium soll noch in den Sommerferien abgerissen werden (die NZ berichtete). Hier drängt die Zeit. Schon seit zweieinhalb Jahren muss die Schule ohne Halle auskommen, da diese wegen eines maroden Daches und Schimmelbefall geschlossen werden musste. Schon vor Weihnachten stellte die Verwaltung die Pläne für eine Dreifeldhalle am gleichen Standort in den politischen Gremien vor. Sie sollte auf zwei Ebenen in das Gelände „hineingebaut“ werden, um nicht allzu wuchtig zu wirken, wie der Planer der Stadt damals erläuterte.

Jetzt haben externe Fachplaner das Projekt mit der tiefen Unterkellerung auf seine Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht. Sie stellten dabei schon in einem Meter Tiefe Grundwasser fest, das zudem mit seinem Eisengehalt die zulässigen Grenzwerte übersteigt. Im Falle einer Grundwassersenkung müsste das Wasser in eine zentrale Schmutzwasseranlage eingeleitet oder das Eisen vor Einleitung in den Regenwasserkanal ausgefällt werden. Das Bauwerk sei zwar wie geplant möglich, allerdings erforderten bereits die Baugrube sowie die sehr umfangreiche Wasserhaltung erheblichen Zeit- und Materialeinsatz. So wäre für die Baugrubensicherung eine sogenannte wasserundurchlässige Bohrpfahlwand vorzusehen, für die allein Mehrkosten von knapp 1,2 Millionen Euro anfallen würden. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten raten die Experten daher zu einer ebenerdigen Gründung mit einer 25 Zentimeter starken Betonsohle, die nicht gegen Druckwasser gesichert werden muss. Auch hier belaufen sich die aktualisierten Kosten bereits auf 7,125 Millionen Euro. 680.000 Euro sind für den laufenden Abriss eingeplant.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2377 vom 10.07.2019