Inhalt: Im Juni rollen die Abrissbagger - neues Gemeindezentrum 2021 bezugsfertig

Im Juni rollen die Abrissbagger - neues Gemeindezentrum 2021 bezugsfertig

Und den „Rausschmeißer“ macht die „Rockkantine“

  • Mit seiner roten Klinkerfassade passt sich das neue Gemeindezentrum an die gegenüberliegende Johanneskirche an. Architekt Gerd Lauterbach hat bereits mehrere kirchliche Häuser im Umkreis gebaut, darunter das Willehadi-Zentrum in Garbsen. Repro: (r)Mit seiner roten Klinkerfassade passt sich das neue Gemeindezentrum an die gegenüberliegende Johanneskirche an. Architekt Gerd Lauterbach hat bereits mehrere kirchliche Häuser im Umkreis gebaut, darunter das Willehadi-Zentrum in Garbsen. Repro: (r)
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Neustadt (dgs). Langsam wird es ernst am Wacholderweg: „Im Juni soll der Abriss des Gemeindezentrums über die Bühne gehen“, kündigt Dr. Eckhard Müller, Vorsitzender des Kirchenvorstands in der Johannesgemeinde, an. Bis dahin muss alles leergeräumt sein. Bevor allerdings die Bagger anrücken, wird es am Samstag, 27. April, noch ein „Abrisskonzert“ mit den Lokalmatadoren der „Rockkantine“ im Gemeindehaus geben.

Lange hatten die Verantwortlichen überlegt: Am 1972 eingeweihten Gemeindezentrum bestand erheblicher Sanierungsbedarf. Insbesondere energetisch entspricht der Bau nicht mehr den heutigen Anforderungen. Außerdem ist das Gebäude für die 4.200 Gemeindeglieder laut Schlüssel der Landeskirche zu groß. Der Kirchenvorstand entschloss sich daher, mit finanzieller Unterstützung von Landeskirche und Kirchenkreis neu zu bauen. Knapp 1,7 Millionen Euro soll der Neubau kosten. „Nach dem Abriss wird es aber nicht sofort losgehen“, erklärt Müller schon einmal vorab. Erst müsse der Bauantrag durch sein und die Ausschreibung erfolgen. Der Kirchenvorstand rechnet mit einem Baubeginn im November, die Fertigstellung ist für 2021 geplant. Das neue Gemeindehaus wird gut 400 Quadratmeter groß und - im Gegensatz zum alten - auf die gegenüberliegende Kirche ausgerichtet sein. Beide Gebäude haben dann ihren Zugang vom gemeinsamen „Kirchplatz“ aus. Herzstück ist ein großer Gemeindesaal mit großer Fensterfront zum Kirchplatz. Mitgenutzt werden können bei Veranstaltungen das vorgelagerte Foyer und Außenterrassen. Direkt angeschlossen ist eine Küche mit offener Bar. Der Bürotrakt wird von der Nordseite des Gebäudes erschlossen, dort befinden sich auch die Parkplätze.

Für Mitarbeiter und Gruppen, die bisher ihr Domizil im Gemeindehaus am Wacholderweg hatten, gibt es für die fast zweijährige Bauzeit Ausweichquartiere. „Vieles kann in die benachbarte Johanneskirche umziehen“, erklärt Müller. Auch das Gemeindebüro wird dort untergebracht. Andere Kernstadtgemeinden wie Liebfrauen oder die Freikirche stellen ebenfalls Räume zur Verfügung.Die Ausgabestelle der Nienburger Tafel zieht ab Juni in das katholische Gemeindehaus an der Goethestraße (siehe unten).

Erst Rock - dann raus

Jede Menge Klassiker von „hart bis zart“ hat die Rockkantine auf Lager, wenn sie an den „Ursprung ihres musikalischen Schaffens“ zurückkehrt. Schon als Jugendliche in den siebziger Jahren hatten die heutigen Rock-Veteranen im Gemeindezentrum ihren Probenraum. Mit einem Benefizkonzert wollen sie jetzt ihren Beitrag für den Neubau leisten und es bei einem Abrisskonzert noch einmal so richtig krachen lassen. Das Konzert beginnt am Samstag, 27. April, um 21 Uhr, Einlass ist eine Stunde vorher. Karten gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Biermann für oder an der Abendkasse.dgs

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2365 vom 17.04.2019