Inhalt: 48 Stunden ins Sperrgebiet

48 Stunden ins Sperrgebiet

Feuerwehren unterstützen Kampf gegen Moorbrand

  • Die Regionsfeuerwehrbereitschaft I rückte am Sonntag zur Unterstützung nach Meppen aus. 32 Fahrzeuge fuhren von der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus gemeinsam los. Fotos: Krämer/(r).Die Regionsfeuerwehrbereitschaft I rückte am Sonntag zur Unterstützung nach Meppen aus. 32 Fahrzeuge fuhren von der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus gemeinsam los. Fotos: Krämer/(r).
  • Neben der Feuerwehr sind auch 150 Ortsverbände des THW, unter anderem aus Wunstorf, vor Ort. Sie unterstützen die Wasserförderung mit Hochleistungspumpen.Neben der Feuerwehr sind auch 150 Ortsverbände des THW, unter anderem aus Wunstorf, vor Ort. Sie unterstützen die Wasserförderung mit Hochleistungspumpen.
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Neustadt (cck). Schon zwei Stunden vor Abfahrt hatten sich die ersten Helfer vor der Feuerwehrtechnischen Zentrale in der Lindenstraße versammelt, um Feldbetten und Zelte zu verladen (Foto). Am Abend zuvor kam die Anforderung: Neben der Regionsfeuerwehrbereitschaft III aus Hemmingen, Laatzen, Pattensen und Springe, sollten am Sonntag auch die Kameraden aus Neustadt, Wunstorf und Garbsen nach Meppen ausrücken. 139 Brandschützer machten sich mit 32 Fahrzeugen auf den Weg. Der Einsatz sollte voraussichtlich 48 Stunden andauern.

Seit zwei Wochen fordert ein Moorbrand etliche Brandschützer. Die Neustädter Feuerwehrmänner und -frauen wurden nach ihrer Ankunft für die Wasserförderung eingeteilt, dazu gehörte auch das Waldgebiet abzuriegeln. Sie pumpten das Wasser aus einem Tiefenbrunnen mit Hilfe von Löschfahrzeugen bis an den Wald- und Moorrand. Dort wurden Wasserwerfer und Düsenschläuche betrieben, um den Boden zu durchfeuchten. Die Informations- und Kommunikationseinheit (IUK) fungierte als Einsatzleitung und Verbindung für die einzelnen Züge.

Das Moor brennt meist unterirdisch und stellt deshalb eine Herausforderung dar. Zwar sind die Wehren aus dem Neustädter Land Einsätze dieser Art gewohnt, „aber so eine Größenordnung gab es noch nicht“, sagt Feuerwehrsprecher Florian Hake, der bereits bei der Hochwasserkatastrophe 2013 mit der Regionsbereitschaft I in Magdeburg war. Auch der THW-Ortsverband Wunstorf, dem ebenso Neustädter angehören, ist vor Ort, um bei der Wasserförderung und Stromversorgung zu unterstützen. Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen verfügt über eine Hochleistungspumpe, die große Wassermengen über eine Distanz von mehreren Kilometern transportieren kann.

Zwar kann die Regionsfeuerbereitschaft I heute zugweise wieder abrücken, doch sei die Lage nach wie vor kritisch, wie Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing betont. Mit den Bereitschaften II und V starteten am Montag zwei weitere Züge, die mit jeweils rund 50 Kameraden versuchen zu unterstützen. Ein Einsatzende sei derzeit nicht absehbar, lautet auch die Einschätzung des THW aus Wunstorf.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2337 vom 26.09.2018