Inhalt: Hochwasser: Schnelles Handeln ist gefragt

Hochwasser: Schnelles Handeln ist gefragt

130 Einsatzkräfte üben den Ernstfall

  • Die Aktiven aus Mariensee, Hagen und Mandelsloh bildeten eine Kette, um die Sandsäcke zum imaginären Deich zu befördern.Fotos: KrämerDie Aktiven aus Mariensee, Hagen und Mandelsloh bildeten eine Kette, um die Sandsäcke zum imaginären Deich zu befördern.Fotos: Krämer
  • Durch spezielle Maschinen sollte das Befüllen erleichtert werden.Durch spezielle Maschinen sollte das Befüllen erleichtert werden.
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Neustadt (cck). Einsatzwagen der Feuerwehr gab es am Samstag viele zu sehen. Insgesamt 18 Fahrzeuge fuhren in Kolonnen durch die Innenstadt. Geübt wurde an fünf Standorten der Hochwassereinsatz, rund 130 Aktive aus Neustadt, Garbsen und Wunstorf nahmen daran teil.

Koordiniert wurde die Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft über die Einsatzleitstelle an der Wache West in der Königsberger Straße. Insgesamt fünf Züge waren unterwegs, unterteilt in die Schwerpunkte Wasserförderung und Transport, technische Hilfeleistung, Brandbekämpfung und Dekontamination. In der Zeit von 8 bis 16 Uhr sollte jeder Zug eine Station durchlaufen haben, berichtete Marcus Niemeyer, Leiter der Führungsstelle. Jeweils zwei Motorradfahrer begleiteten die Kolonnen, die als Einweiser und Melder fungierten. Die Übungsorte waren auf das Stadtgebiet verteilt - auf das Gelände der beiden Wachen in der Königsberger Straße und der Lindenstraße, den Bauhof, die Kooperative Gesamtschule und direkt am Wasser, am Weenser Damm.

Auf Theorieunterricht in der Feuerwehrtechnischen Zentrale folgte die Umsetzung in der Praxis. Mit Hilfe zweier Abfüllgeräte, zum Vergleich eine ältere und eine neue Variante, sollten die Teilnehmer Sandsäcke befüllen, aber auch ordnungsgemäß verbauen. „Ein Sack wiegt ungefähr elf Kilogramm“, sagte Niemeyer. So kam beim händischen Transport der ein oder andere schon mal ins Schwitzen. Bei der Transportsicherung ging es darum, wie viele Säcke geladen werden dürfen und wie das Ganze überhaupt gepackt wird. „Eine Palette entspricht etwa einer Tonne an Sandsäcken“, so Niemeyer weiter. Neben größeren Bränden, hauptsächlich Waldbränden, haben sich Hochwassereinsätze in den letzten Jahren als weiterer Schwerpunkt der Bereitschaften herausgestellt. Als Beispiel nannte Niemeyer akute Einsätze in Hildesheim und in Sarstedt. So wird der Ernstfall einmal im Jahr geübt.

Unterstützt wurde die Feuerwehr vom Ortsverband Wunstorf des Technischen Hilfswerks (THW), der den Einsatz von Großpumpen verschiedener Bauarten demonstrierte. Verpflegt wurden alle Beteiligten von der Versorgungskomponente der Regionsfeuerwehrbereitschaft durch die Feuerwehr Poggenhagen. „Für alle Einsatzkräfte stellte die gemeinsame Ausbildung eine Erweiterung der Kenntnisse dar und setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit auf Regionsebene fort“, lautete das Resümee von Wolfgang Wehrhahn vom THW. Bevor die Veranstaltung am Nachmittag endete, gab es noch einen erfreulichen Anlass: Manfred Dangers aus Poggenhagen und Klaus-Dieter Jäkel aus Osterwald erhielten die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2335 vom 12.09.2018