Inhalt: „Avatar“ für krebskranke Schülerin noch nicht finanziert

„Avatar“ für krebskranke Schülerin noch nicht finanziert

Bisher rund 2.900 Euro gespendet

  • Der „Avatar“ überträgt den Unterricht per Kamera und Mikrofon, der Empfänger kann aber auch aktiv teilnehmen.   Foto: No IsolationDer „Avatar“ überträgt den Unterricht per Kamera und Mikrofon, der Empfänger kann aber auch aktiv teilnehmen. Foto: No Isolation
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Neustadt (os). Rund 60 Prozent der Kosten für einen sogenannten Telepräsenzroboter, mit dem die aktuell einer an Knochenkrebs erkrankten Schülerin des Gymnasiums die Teilnahme am Unterricht auch aus der Klinik ermöglicht werden soll (wir berichteten), konnten bereits über Spenden finanziert werden. Rund 2.900 Euro sind bisher auf dem Konto vom Förderkreis des Gymnasiums eingegangen. Seit Weihnachten läuft die Sammlung, mit der das auch „Avatar“ genannte Gerät angeschafft werden soll. Angeregt haben das die Eltern der 16-jährigen Sarah, die so nicht nur die einzelnen Unterrichtsstunden verfolgen, sondern auch aktiv teilnehmen könnte. Möglich machen das Video- und Tonübertragung. Über spezielle Software ist ausgeschlossen, dass die Schulstunden mitgeschnitten werden können. Die Zustimmung aller Klassenmitglieder und ihrer Eltern sowie der eingesetzten Lehrkräfte ist jeweils Voraussetzung. Da im 11. Jahrgang teils in Kursen unterrichtet wird, muss die Abfrage aber noch erweitert werden, wie Schulleiter Reinhard Sell bestätigte.

Auch wenn das Gerät zunächst von Sarah genutzt werden würde, gehört es der Schule und steht damit künftig auch anderen Kindern zur Verfügung. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Schüler, die aus Krankheitsgründen länger nicht am Unterricht teilnehmen konnten.

Das geht auch der 16-Jährigen so. Über Weihnachten war sie Zuhause, ist mittlerweile aber wieder zur Behandlung in der MHH. „Derzeit geht es ihr den Umständen entsprechend gut, sie könnte und möchte also gern zumindest digital die Schule besuchen“, sagt ihr Vater. Ein Avatar ist beim Hersteller bereits für das Gymnasium reserviert. Was an Spenden am Anschaffungspreis von rund 4.800 Euro noch fehlt, würde die Familie auch selbst beisteuern. Wer die Anschaffung unterstützen möchte, kann das mit einer Überweisung auf das Konto mit der IBAN DE28250501802000731006 unter dem Stichwort „Avatar“ tun.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1192 vom 15.01.2022