Inhalt: Doch kein Jugendcafé am Bahnhof

Doch kein Jugendcafé am Bahnhof

Projekt nicht förderfähig - Stadt hat Neues in Planung

  • Ein Jugendcafé im ehemaligen Café Engelke an der Wunstorfer Straße wird es nicht geben.   Foto: MaibaumEin Jugendcafé im ehemaligen Café Engelke an der Wunstorfer Straße wird es nicht geben. Foto: Maibaum
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Neustadt (dgs). Eigentlich sollte es schon in diesen Tagen eröffnet werden: ein Café für Jugendliche im ehemaligen Café Engelke direkt am Bahnhof. Doch daraus wird erst einmal nichts. Das Jugendcafé sei nicht förderfähig im Rahmen der „Perspektive Innenstadt“, teilt die Stadtverwaltung mit. Man bemühe sich aber um ein „Alternativprojekt“.

Wie berichtet, erhielt die Stadt im September die Zusage des Landes für ein Förderbudget über eine Million Euro zur Belebung der Innenstadt. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene seien hier bisher zu wenig berücksichtigt worden, heißt es in der Beschlussvorlage der Stadt. Es fehle ein „nicht kommerzielles niedrigschwelliges Kontaktangebot ohne Konsumzwang, wo sich Schüler, Studenten oder Auszubildende zwanglos treffen, austauschen und vernetzen können“. Über einen entsprechenden Förderantrag war man mit der zuständigen NBank im Gespräch. Doch nun gab es eine Absage.

„Die Förderrichtlinie hat unsere Idee, nachdem unser Projekt konkretisiert wurde, leider nicht vollumfänglich abgedeckt“, bedauert Uwe Hemens, Wirtschaftsförderer der Stadt. „Vor allem unser Modell mit der Stadt als Betreiber wurde von Seiten der NBank abgelehnt“, so Hemens.Trotzdem will die Stadt die Idee als solche weiterverfolgen. „Wir glauben nach wie vor, dass ein solches Angebot für die Jugendlichen unserer Stadt sinnvoll ist. Daher wollen wir nun mithilfe des Förderprogramms ein nachhaltiges und langfristiges Konzept erarbeiten lassen“, erklärt Stadtjugendpfleger Stefan Dahlke. Aktuell laufen Abfragen bei der NBank, ob eine solche Konzeptionierung förderfähig ist.

Um Jugendlichen trotzdem zeitnah ein Angebot machen zu können, soll es noch in diesem Sommer eine Veranstaltung in der Innenstadt ausdrücklich für diese Zielgruppe geben. Genaueres konnte Stadtsprecherin Kathrin Kühling aber noch nicht sagen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1192 vom 15.01.2022