Inhalt: Geflügel-Pest: Lockdown für das Federvieh empfohlen

Geflügel-Pest: Lockdown für das Federvieh empfohlen

Tote Wildvögel unbedingt melden

Neustadt (r/os). Zwei bestätigte Fälle von Geflügel-Pest bei Hausgeflügel in Niedersachsen sind derzeit bekannt - in Cloppenburg und in Nienburg. Der Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region appelliert daher an Geflügelhalter, ihre Tiere vorsorglich in geschlossenen Ställen oder überdacht in Gehegen zu halten und besondere Hygienemaßnahmen umzusetzen. In den 20 Umlandkommunen, für die der Fachdienst zuständig ist, gibt es rund 2.400 Geflügelhaltungen mit insgesamt rund 500.000 Tieren - Hühner, Puten, Enten und Gänse.

Wer tote Wildvögel findet, sollte diese unbedingt der Behörde melden. „Wir sind hier auf Mithilfe angewiesen - wenn uns tote Wildvogel-Funde gemeldet werden, holen wir sie zur Untersuchung ab. Es besteht eine hohe Einschleppungsgefahr der Vogelgrippe, deswegen ist es wichtig, achtsam zu sein und die Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen umzusetzen“, sagt Dr. Michael Schimanski, Amtstierarzt und Leiter des Teams Veterinärwesen.

Bürger werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511/616-22095 an den Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen zu wenden, wenn sie tote Gänse, Enten oder Greifvögel finden.

Folgende Hygienemaßnahmen werden allen Geflügelhaltern empfohlen:

• Zugänge zu den Geflügelstallungen oder anderen Standorten sollten gegen unbefugten Zutritt gesichert werden.

• Die Ställe und anderen Standorte sollten von fremden Personen nur in Schutzkleidung (nicht in normaler Straßenkleidung) betreten werden.

• Außerhalb der Ställe oder der anderen Standorte sollte diese Schutzkleidung nicht getragen werden.

• Beim Betreten und Verlassen der Ställe sollte eine Schuhdesinfektion erfolgen.

In größeren Geflügelhaltungen - ab 1.000 Tiere - sind diese und weitere Hygienemaßnahmen verpflichtend einzuhalten. Für alle Halter gilt: Geflügel darf nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind und nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, muss für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1185 vom 27.11.2021