Inhalt: Nach der Absage „Steinhagen“: SPD will Planungen für das „Wiekfeld“ forcieren

Nach der Absage „Steinhagen“: SPD will Planungen für das „Wiekfeld“ forcieren

  • In drei Bauabschnitten soll das „Wiekfeld“ südlich des Friedhofs erschlossen werden. Die Zufahrt erfolgt von der Amedorfer Straße.   Repro: (r).In drei Bauabschnitten soll das „Wiekfeld“ südlich des Friedhofs erschlossen werden. Die Zufahrt erfolgt von der Amedorfer Straße. Repro: (r).
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Mandelsloh/Amedorf (r/dgs). Jetzt ist es amtlich: Die Entwicklung des Baugebiets „Steinhagen“ ist wegen des geltenden Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) - kurzfristig - nicht umsetzbar. Die Region Hannover hat der Stadt am Freitag eine Absage zu einem entsprechenden Änderungsbegehren erteilt. Jetzt stellt die SPD-Fraktion im Rat den Antrag, die Planungen für das Baugebiet „Wiekfeld“ schräg gegenüber - aber in Mandelsloh gelegen - wieder aufzunehmen.

Vor zwei Jahren hatte der Streit um das „beste“ Baugebiet für viel Wirbel in Neustadts Norden gesorgt. Am Ende fiel die Entscheidung im Ortsrat knapp mit einer Stimme Mehrheit für das Gebiet „Steinhagen“ in Amedorf denkbar knapp aus. Allerdings begrenzt das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) den Zuwachs an Baufläche für ein Dorf auf derzeit sieben Prozent. Bezogen auf das „kleine Amedorf“ wäre damit ein Baugebiet mit über fünf Hektar nördlich der Straße „Steinhagen“ eine Nummer zu groß.

„Bei der Abstimmung habe ich klar dargestellt, dass das RROP nicht einfach und schnell geändert werden kann und dass es eine Sackgasse ist“, erinnert die SPD-Regionsabgeordnete und baupolitische Sprecherin, Christina Schlicker. Mit einer Änderung des RROPs sei erst nach 2025 zu rechnen. Bauwillige und Gewerbetreibende warten aber seit Jahren auf ein Grundstück. Man hätte längst mit dem Bau beginnen können.

„Wenn das Baugebiet „Wiekfeld“ nicht jetzt forciert wird, wird die Bauentwicklung in Mandelsloh auf Jahre hin ausgebremst. Eine Grundsatzentscheidung für das „Wiekfeld“ ist nun zwingend notwendig“, fordert SPD-Ortsratsmitglied Heike Stünkel-Rabe. Das Baugebiet sei eine attraktive Alternative, ist auch der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, Harald Baumann, überzeugt. Es könne kurzfristig ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Alle Voraussetzungen seien geschaffen. Die SPD fordert daher, die Grundsatzentscheidung aus dem November 2020 wieder auf die Tagesordnung zu bringen, „damit sich Mandelsloh endlich weiter entwickeln kann“, so Baumann. Das Plangebiet Steinhagen könne dann nach der Änderung des RROPs entwickelt werden, ergänzt er.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1180 vom 23.10.2021