Inhalt: Stichflamme und Knall aus der Gastherme gehen glimpflich aus

Stichflamme und Knall aus der Gastherme gehen glimpflich aus

Schornsteinbrand, Wasserschaden, Fehlalarm beschäftigen Feuerwehren

  • Mit einer Wärmebildkamera lokalisierten Feuerwehrleute den Schwelbrand in einer Wandverkleidung.   Foto: (r).Mit einer Wärmebildkamera lokalisierten Feuerwehrleute den Schwelbrand in einer Wandverkleidung. Foto: (r).
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Scharrel, Neustadt, Bordenau, Mariensee, Mardorf (os). Zu mehreren Einsätzen wurden Feuerwehren aus dem Stadtgebiet am Sonntag und Montag alarmiert, direkte Folgen des erwarteten Eisregens waren aber nicht zu beheben.

Ein "brennender Schornstein" in einem Einfamilienhaus am Borkenkamp in Scharrel rief neben der Ortsfeuerwehr auch die Nachbarwehren Otternhagen, Metel und Mariensee auf den Plan. Vor Ort zeigte sich, dass der Kaminofen nach der Nutzung am Vortag zwar kalt war, die Rückwand aber deutliche Wärmebildung hatte. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurde nach Brandnestern gesucht und diese in der Wand auch gefunden. Einsatzkräfte öffneten die Verkleidung und löschten den Schwelbrand schnell. Später am Tag kontrollierten Scharreler Feuerwehrleute noch zwei Mal, dass sich keine neuen Nester gebildet hatten.

Einen bereits bekannten Einsatzort fuhr die Kernstadt-Feuerwehr am frühen Montagabend an. Um 18.48 Uhr hatte die Brandmeldeanlage der Flüchtlingsunterkunft an der Bunsenstraße ausgelöst. In einer leerstehenden Wohnung hat ein Melder in einem Versorgungsschacht ausgelöst. Nach dem Zurückstellen der Anlage rückten die Brandschützer wieder ein.

Eine hilflose Person im Bordenauer Bäckerweg wurde um 22.13 Uhr gemeldet, die Ortsfeuerwehr musste letztlich aber nicht eingreifen, da der Bewohner doch selbst die Tür öffnete.

Nur fünf Minuten später ging der Alarm in Mariensee los, ein Wasserschaden im Kloster war gemeldet worden. Offensichtlich war eine Wasserleitung frostbedingt geplatzt. Wasser lief in eine Zwischendecke und den Keller.

Schon am heutigen Dienstagmorgen rückten die Feuerwehr Mardorf und der Messwagen der ABC-Einheit der Stadtfeuerwehr zu einem Ferienhaus am Wasserkampweg aus. Rettungsdienstkräfte vor Ort hatten einen "merkwürdigen Geruch" wahrgenommen - wie auch das Bewohner-Paar. Sowohl die Ortsfeuerwehr als auch die Spezialisten mit einem noch feineren Messgerät konnten nichts feststellen.

Der Messwagen war auch am Dienstagmittag noch einmal kurz gefragt. In einem Mehrfamilienhaus an der Memeler Straße kam es gegen 12.20 Uhr zu einer Verpuffung in einer Gastherme. Nach einem lauten Knall und einer Stichflamme hatten die Bewohner die Feuerwehr alarmiert. Einsatzkräfte evakuierten sechs Bewohner aus dem Haus, alle blieben unverletzt. Die Einsatzstelle wurde den Stadtwerken übergeben.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1145 vom 20.02.2021