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Wichtelburg wächst im Klosterforst

Bauprojekt aus Naturstoffen als Spazierziel

  • Baumeister für Wichtel: Pauline (v.li.), Yella, Luisa, Maya, Ben und Laura haben eine kleine Welt ganz aus Naturmaterialien entstehen lassen.    Fotos: (r).Baumeister für Wichtel: Pauline (v.li.), Yella, Luisa, Maya, Ben und Laura haben eine kleine Welt ganz aus Naturmaterialien entstehen lassen. Fotos: (r).
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Mariensee (os). Die Bewohner selbst gibt es schon wegen ihrer Natur als Phantasiewesen kaum zu sehen, aber die phantasievollen Behausungen einiger Wichtel lassen sich derzeit im Klosterforst zwischen Mariensee und Empede bestaunen. Errichtet wurde die „Wichtelburg“ von sechs ganz realen Kindern und drei Müttern. „Ich kenne das noch aus meiner Kindheit“, sagt Initiatorin Sophie Wilhelms. Mit ihrer Tochter begann sie den Bau an der Wichtelburg, seither ist der Ort im Wald schon häufiger Ziel der Familie gewesen. Nach und nach kamen weitere Kinder dazu, auch deren Mütter begleiteten die Bauaktionen.

Bei denen kommen ausschließlich Naturmaterialien zum Einsatz. Fast alles, was für Hütten, Leitern und andere Teile der Wichtelburg verwendet wird, stammt aus der unmittelbaren Umgebung. Steine, Moos, Stöcker, Baumrinde und mehr wird zusammengesucht und in die Erweiterung gesteckt. Matschige oder schmierige Hände sind dabei kein Hindernis, „die kann man ja wieder waschen“, so die Initiatorin.

Dabei erheben die bisherigen Baumeister aber keinen alleinigen Anspruch auf das Bauwerk. „Jeder kann gern daran weiterbauen“, sagt Wilhelms. Voraussetzung ist ausschließlich, dass es bei Naturmaterial bleibt. Eine Ausnahme gab es allerdings: „Am Anfang habe ich einen kleinen, heimlichen Edelstein reingelegt, um zusätzliche Spannung aufzubauen“, erzählt sie.

Wenn die Suche nach der Wichtelburg Familien zu einem Spaziergang durch den Klosterforst animiert, wäre ein Zusatzziel der Aktion schon erreicht. Um es nicht allzu schwer zu machen, weist mittlerweile sogar ein Schild zum Wohnort der Phantasiewesen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1132 vom 21.11.2020