Inhalt: Bahnübergänge in Poggenhagen: Großprojekt wird immer konkreter

Bahnübergänge in Poggenhagen: Großprojekt wird immer konkreter

2025 sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein

  • Vierzehn Stunden am Tag sind die Schranken derzeit  in Poggenhagen geschlossen.     Foto: Gade-SchnieteVierzehn Stunden am Tag sind die Schranken derzeit in Poggenhagen geschlossen. Foto: Gade-Schniete
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Neustadt/Poggenhagen (r/dgs). In Poggenhagen sollen bekanntlich die ersten beiden höhengleichen Bahnübergänge im Stadtgebiet aufgehoben werden. Die Pläne für den Bau einer neuen Brücke sowie den Umbau des Bahnhofes werden immer konkreter. Die Region hat nun ihre Planung zur Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge und des Bahnhofsumbaus präsentiert. Das Planfestellungsverfahren könnte bereits im ersten Quartal 2021 beginnen. Der geplante Baubeginn ist für 2023 vorgesehen, ab 2025 sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein.

Seit Anbeginn der Planungen wird das Projekt von der Bürgerinitiative (BI) „Schranke weg“ und dem Ortsrat Poggenhagen „engagiert und konstruktiv“ begleitet, wie die Stadtverwaltung jetzt in einer Pressemitteilung erinnert. Die inzwischen 500 Mitglieder umfassende BI habe seinerzeit mit die Initialzündung zum Beginn der Planungen überhaupt gegeben, indem sie in Eigeninitiative die Schrankenschließzeiten gemessen habe. In der Folge setzten sich damals die Projektbeteiligten - die Region Hannover, die Stadt Neustadt, die Landesstraßenbaubehörde und die Deutsche Bahn - zusammen und begannen unter Federführung der Region mit den ersten Planungsschritten. Dazu gehörte die Beauftragung eines Planungsbüros, das zunächst in einem europaweiten Vergabeverfahren gefunden werden musste, und vor allem die Erarbeitung einer gemeinsamen Planungsvereinbarung, welche bis heute die Grundlage des Handelns der vier Projektpartner darstellt.

Das Projekt umfasst folgende Elemente: Beide Bahnübergänge an der Moordorfer Straße und der Bahnhofsstraße werden aufgehoben. Nördlich des jetzigen Bahnüberganges Moordorfer Straße wird eine Wendeanlage für Busse errichtet.

Die Regionsstraße K 336 führt dann künftig nicht mehr über den Bahnhof Poggenhagen, sondern nördlich davon über eine Brücke mit einer Fahrbahnbreite von 6,50 Meter und einer sechs prozentigen Steigung. Sie ist etwa neun Meter hoch und läuft an der Dewitz von Woyna-Straße über die Gleise bis zur K 333 Poggenhagener Straße. An der Dewitz von Woyna-Straße entsteht ein Straßenkreuz mit einer Aufweitung für Linksabbieger.

Der Bahnhof selbst wird vollkommen umgestaltet. Die Fliegerstraße und die Bahnhofsstraße werden zu Sackgassen. Beidseitig der Bahnhofsanlage sollen P+R-Parkplätze sowie Fahrradgaragen entstehen. Das Überqueren der Gleise ist hier mit dem Auto nicht

mehr möglich. Damit wird sich auch der Verkehrsfluss am Bahnübergang verbessern. Die Schrankenschließzeiten betragen zur Zeit vierzehn Stunden täglich.

Allen Projektbeteiligten sei bewusst, dass Bürger und Anlieger sich wünschten, dass eher heute als morgen die Baumaßnahmen beginnen würden. „Ein derart großes Verfahren erfordert aber im Vorfeld äußerst umsichtige Planungen ganz unterschiedlicher Fachrichtungen wie Tragwerks- und Verkehrsplanungen, Baugrund- und Umweltuntersuchungen sowie Vermessungen“, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung. Schließlich müsse eine aus verkehrlicher, umweltrelevanter und wirtschaftlicher Sicht optimale Lösung gefunden werden, die einen störungsfreien Projekt- und Bauablauf gewährleiste und so die für die Bürger so sehnlichst gewünschte Verbesserung mit sich bringe. „Daran arbeiten alle Projektpartner weiter mit Hochdruck“, so die Stadtverwaltung.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1132 vom 21.11.2020