Inhalt: Breslauer Straße: Keine Gehwege mehr nach Kanal- und Straßensanierung

Breslauer Straße: Keine Gehwege mehr nach Kanal- und Straßensanierung

Keine Kosten für Anwohner, aber weniger Parkflächen

  • Verkehrskoordinator Benjamin Gleue nahm sich nach der Behandlung des Themas noch Zeit für weitere Fragen von Anwohnern.   Foto: SeitzVerkehrskoordinator Benjamin Gleue nahm sich nach der Behandlung des Themas noch Zeit für weitere Fragen von Anwohnern. Foto: Seitz
  • Die Breslauer Straße soll auf kompletter Länge saniert werden.   Foto: SeitzDie Breslauer Straße soll auf kompletter Länge saniert werden. Foto: Seitz
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Neustadt (os). Für großes Interesse bei Anwohnern der Breslauer Straße sorgte die Ortsratssitzung am Mittwochabend. Das Gremium beriet als erstes über die dortige Kanal- und Straßensanierung. Laut Infrastruktur-Fachbereichsleiter Jörg Homeier sind sowohl Regen- als auch Schmutzwasserkanal so stark beschädigt, dass es immer wieder zu Abflussproblemen kommt. Teilweise müsse mehrfach pro Monat gespült werden. Da auch die Fahrbahnoberfläche in keinem guten Zustand ist, strebt die Verwaltung eine gemeinsame Sanierung an. „Bei einer Sanierung des Kanals bliebe ohnehin kaum etwas von der Straße übrig“, hatte Christoph Neißner aus dem Fachdienst Verkehrsanlagen und Ingenieursbauwerke gesagt. Die Kosten lägen bei mindestens 250.000 Euro für den Abwasserbehandlungsbetrieb Neustadt (ABN) sowie 130.000 Euro für die Stadt selbst.

Die Verwaltung favorisiert eine neue Straße ohne Gehwege, in der Mitte soll eine Regenrinne liegen. In der bisherigen, schmalen Form wäre der Neubau nicht mehr zulässig, weil die Breslauer Straße auch als Schulweg von vielen Grundschülern genutzt wird, soll sie künftig verkehrsberuhigter Bereich, also eine sogenannte Spielstraße werden. Das bedeutet nicht nur Schrittgeschwindigkeit als Tempolimit. „Parken ist dann nur noch in markierten Bereichen erlaubt“, sagte Neißner. Das kam bei einigen Anwohnern weniger gut an, zumal die genannte Zahl geplanter Stellflächen geringer ausfällt als dort üblicherweise Fahrzeuge abgestellt werden. Ob die Geschwindigkeit künftig eingehalten werde, bezweifelten die Zuhörer aufgrund häufiger Nutzung der Strecke durch Elterntaxis zusätzlich, entsprechend wird auch Gefahr für Kinder gesehen. In einem Punkt konnte Homeier die Anlieger beruhigen: Durch die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung kommen keine Kosten auf sie zu. Saniert werden die Kanäle inklusive der Hausanschlüsse. Die Arbeiten sollen sechs bis acht Monate dauern, beginnend etwa im April.

Die Alternative - einseitige Gehwege - fand im Gremium keine Mehrheit. Nach dem Ortsrat berät am kommenden Montag der Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss über die Sanierung, es folgt der Betriebsausschuss des ABN, bevor der Verwaltungsausschuss die endgültige Entscheidung trifft.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1132 vom 21.11.2020