Inhalt: Teurer Tausch kein heißes Pflaster

Teurer Tausch kein heißes Pflaster

Für 450.000 Euro soll die Memeler Straße asphaltiert werden

  • Das Pflaster der Memeler Straße ist auch nach mehreren Ausbesserungen immer noch in schlechtem Zustand, nun soll asphaltiert werden.     Foto: SeitzDas Pflaster der Memeler Straße ist auch nach mehreren Ausbesserungen immer noch in schlechtem Zustand, nun soll asphaltiert werden. Foto: Seitz
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Neustadt (os). Wenn die Memeler Straße in wenigen Jahren Ausweichstrecke im Zuge der Landwehrsanierung werden dürfte, sollen die Zeiten maroder Pflasterflächen beendet sein. Der Bereich zwischen Ende Kuhlager und Königsberger Straße soll asphaltiert werden. „Durch die langjährige Verkehrsbelastung (Buslinie) hat sich der Pflasterbelag großräumig gelockert, sodass es zu partiellen Absackungen gekommen ist“, schreibt die Verwaltung. In Teilbereichen wurde das Pflaster der Anfang der 1990er gebauten Straße schon mehrfach saniert, ein Abschnitt vor drei Jahren sogar komplett erneuert. Rund 450.000 Euro soll der Wechsel der Fahrbahnoberfläche kosten, die Arbeiten sollen spätestens 2021 ausgeführt werden. Damit wäre die Memeler Straße, auf der künftig in beide Richtungen Busverkehr herrschen wird, auch für den Umleitungsverkehr des Landwehrneubaus gerüstet. Die Eile hat aber einen anderen Grund, der Autofahrern ab 2022 weitere Einschränkungen verheißt: Der Kanal an der Königsberger Straße soll dann saniert werden.

Am Mittwoch beriet der Ortsrat zum Thema. Thomas Iseke (FDP) kritisierte das Vorhaben. „Man sollte lieber auf ein Förderprogramm warten, als auf alleinige Stadtkosten zu bauen“, sagte er. Außerdem befürchtet der Liberale eine Rennstrecke, wenn für den zunehmenden Busverkehr noch weniger Autos am Fahrbahnrand parken dürften. Das Gremium stimmte bis auf ihn trotzdem für den Plan. Ab dem 13. Dezember verkehren Busse in beide Richtungen.

Das Geld für die Baumaßnahme immerhin hat die Verwaltung schon ausgemacht: Es soll aus dem Topf „Neubau Sporthalle Gymnasium“ entnommen werden, wo es wegen des immer noch nicht erfolgten Baubeginns derzeit nicht benötigt wird. Weil sich das aber alsbald ändern soll, wird vorgeschlagen, die Finanzmittel in den Haushalt 2021 erneut einzustellen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1132 vom 21.11.2020