Inhalt: Brücken-Neubau soll Bahnübergang an der Siemensstraße ersetzen

Brücken-Neubau soll Bahnübergang an der Siemensstraße ersetzen

Zeitplan zielt auf 2025 - REWE-Markt würde „ein Stück weit“ abgehängt

  • Auf dieser Höhe könnte die Brücke auf die Wunstorfer Straße treffen.      Foto: SeitzAuf dieser Höhe könnte die Brücke auf die Wunstorfer Straße treffen. Foto: Seitz
  • Von der Siemensstraße würde die Straße dann vor den Gleisen nach rechts abzweigen. Repro: Stadt NeustadtVon der Siemensstraße würde die Straße dann vor den Gleisen nach rechts abzweigen. Repro: Stadt Neustadt
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Neustadt (os). Rund 120.000 Euro will die Stadtverwaltung für die „Schaffung der planungsrechtlichen Genehmigungsgrundlagen“ zur Beseitigung des Bahnübergangs Siemensstraße ausgeben. Der Ortsrat der Kernstadt beriet am vergangenen Mittwoch als erstes Gremium darüber - und war einstimmig dafür.

Die bisher noch grobe Planung sieht eine Brücke als Ersatz vor. Diese würde zwischen Q1-Tankstelle und ehemaligem Opel-Autohaus die Bahnstrecke Hannover-Bremen queren und auf die Wunstorfer Straße treffen. Ein Tunnel an der Siemensstraße ist laut Verwaltung keine Option für den motorisierten Verkehr, weil nicht ausreichend Platz für die Absenkung auf der Ostseite zur Verfügung steht. Bisher geht der zuständige Fachdienst auch nicht von einer Unterquerung für Fußgänger und Radfahrer aus, weil der Tunnel am Bahnhof ebenfalls in der Nähe ist. Zudem soll die Brücke nur maximal sechs Prozent Steigung bekommen und auf beiden Seite jeweils zweieinhalb Meter für Radler und ebenso viel Platz für Fußgänger. Zusammen mit der Fahrbahn hätte die Brücke mindestens 17 Meter Breite. Gebaut werden könnte sie 2025.

Mit dem jetzt beantragten Geld soll ein Planungsbüro die planungs- und naturschutzrechtlichen Grundlagen schaffen. In einem Topf für die Aufhebung höhengleicher Bahnübergänge sind noch 84.000 Euro vorhanden, die fehlenden 36.000 Euro sollen als „überplanmäßige Ausgabe“ genehmigt werden. Wie viel das Projekt selbst kosten könnte, wird sich erst bei genaueren Planungen ergeben. In der frühen Phase sind nach Einschätzung der Verwaltung auch noch Änderungen möglich.

Wie die Anbindung an die Wunstorfer Straße (B442) gelingen könnte, wollte Steffen Schlakat (Grüne) im Ortsrat wissen. Willi Ostermann (UWG) möchte den Blick auf die „vielen, vielen Schüler“ gerichtet wissen.

Die haben auch für Martin Diedrichs eine hohe Bedeutung. Der Inhaber des REWE-Marktes verlöre wahrscheinlich nicht nur sie als häufige Kunden. „Man hängt uns damit vom Westen der Kernstadt schon ein Stück ab“, sagt er. Zwar würde eine Brücke Wartezeiten vor der Schranke ausschließen, für nicht motorisierte Kunden ergäbe sich aber schon ein ordentlicher Umweg. „Bisher hat uns von der Stadtverwaltung niemand dazu angesprochen“, sagt der Kaufmann. Gewünscht hätte er sich das allerdings, denn schon bei Sperrungen für Wartungsarbeiten seien Auswirkungen auf das Geschäft spürbar.

Als nächste Gremien beschäftigen sich am kommenden Montag der Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss, eine Woche später der Verwaltungsausschuss und am 3. Dezember abschließend der Rat mit dem Antrag.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1132 vom 21.11.2020