Inhalt: Städtische Gräben werden geräumt

Städtische Gräben werden geräumt

Schäden an Durchfahrtsbegrenzungen träft nicht die Stadt

  • So soll es nicht aussehen: Der Zaun steht den Freischnittarbeiten am Graben im Weg.     Foto: SeitzSo soll es nicht aussehen: Der Zaun steht den Freischnittarbeiten am Graben im Weg. Foto: Seitz
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Neustadt (r/os). Wie in jedem Jahr beginnen am 1. Oktober die jährlichen Unterhaltungsarbeiten an städtischen Gräben. Anlieger werden gebeten die Zufahrten frei zu halten und müssen auch sonst einiges dulden, was der Räumung der Fließgewässer dient. Die Arbeiten sind wichtig, um den Abfluss von Regenwasser aus den Kanälen im bebauten Gebiet, aber auch überall, wo es auf unbefestigten Flächen nicht komplett versickert. Rechtzeitig, bevor am 1. März offiziell die Brut- und Setzzeit beginnt, werden die Arbeiten beendet.

Das Befahren von privaten Grundstücken gehört ebenso dazu wie die Möglichkeit, Schnittgut zwischen zu lagern. Außerdem müssen die Bereiche von Hindernissen freigehalten oder diese gekennzeichnet werden, etwa Drainagerohre oder Weidepumpen. „Den Räumunternehmern sind hierdurch in der Vergangenheit bereits erhebliche Maschinenschäden entstanden. Die jeweiligen Grundstückseigentümer können regresspflichtig gemacht werden“, schreibt Stadtsprecherin Kathrin Kühling. Beauftragt sind zwei Unternehmen, die sich das Neustädter Land aufteilen.

Nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und der Gewässerunterhaltungsverordnung der Region Hannover sind Anlieger verpflichtet, die Ufergrundstücke so zu bewirtschaften, dass die Unterhaltungsarbeiten nicht verzögert oder beeinträchtigt werden. Während der Pflegemaßnahmen, muss in einem fünf Meter breiten Streifen ab oberer Böschungskante des Gewässers ein vier Meter breiter Streifen für Grabenräumgeräte befahrbar sein. Auf das Gewässer zulaufende Querzäune sind Durchfahrten von mindestens vier Metern Breite zu versehen, Beispielsweise Gattern. Ackergrundstücke dürfen nur in einem Abstand von mindestens einem Meter von der oberen Böschungskante beackert werden. Die Stadt als Auftraggeber der Pflegearbeiten haftet weder für Kulturschäden auf nicht abgeernteten oder schon wieder bestellten Flächen sowie für die Beseitigung von Schäden, die durch das Nichtvorhandensein von Durchfahrten in Querzäunen entstehen.

Für Rückfragen steht Siegfried Linek, technischer Leiter der Abwasserbehandlungsbetriebe (ABN) unter der E-Mail slinek@neustadt-a-rbge.de zur Verfügung.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1123 vom 19.09.2020