Inhalt: Stellungnahme der Stadt macht sich stark für die Strände und den Wassersport

Stellungnahme der Stadt macht sich stark für die Strände und den Wassersport

„Auch die Erholung am Steinhuder Meer ist ein Schutzzweck“

  • Ein bisschen mehr Sand könnte dem Strand an der Jugendherberge nicht schaden. Um Aufschüttungen zu ermöglichen, möchte die Stadt die Strände aus dem neuen Landschaftsschutzgebiet herausnehmen.  Foto: Gade-SchnieteEin bisschen mehr Sand könnte dem Strand an der Jugendherberge nicht schaden. Um Aufschüttungen zu ermöglichen, möchte die Stadt die Strände aus dem neuen Landschaftsschutzgebiet herausnehmen. Foto: Gade-Schniete
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Neustadt (dgs). Ein dickes Lob gab es vom FDP-Ratsherrn Thomas Iseke an die Verwaltung: Ihre Stellungnahme zum geplanten Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Seefläche Steinhuder Meer“ sei „hervorragend“, so Iseke, der im Vorfeld schon das Ende des Wassersports durch die Verordnung befürchtet hatte (die NZ berichtete). Ob die Stadt mit ihren Änderungswünschen Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Entscheiden in der Sache wird die Region Hannover.

Die Stadt möchte in jedem Fall die Strände am Nordufer - das sind die Weiße Düne, der Surf- sowie der Hundestrand - aus dem Landschaftsschutzgebiet herausnehmen. Hier müssten Sandauffüllungen möglich bleiben, um sie langfristig für den Tourismus zu erhalten, heißt es in der Stellungnahme.

Die Erholung komme zu kurz in der Verordnung, auch sie sei ein Schutzzweck, bekräftigte der CDU-Ratspolitiker Heinz-Jürgen Richter. Josef Ehlert von der SPD regte an, besser den pauschalen Begriff „Wassersport“ zu verwenden, um künftig alle neuen Sportarten mit abzudecken. Das Drachensteigen sollte mindestens am Bade- und Surfstrand sowie auf der Badeinsel erlaubt sein.

Auch die Hundebadestelle am Erlenweg will die Stadt „dringend“ erhalten. Ohnehin sei nur an dieser Stelle das Baden für Hunde erlaubt. Hundehalter seien eine wichtige Gruppe der Gäste am Steinhuder Meer. Ein generelles Feuerwerk-Verbot möchte die Stadt ebenfalls aus der Verordnung streichen und verweist auf das Festliche Wochenende, das ohne Feuerwerk „nicht denkbar“ sei. Für Veranstaltungen wie diese - oder auch das „Kino am Meer“ - müssten zudem langfristige Genehmigungen ausgestellt werden. Wichtige und genehmigte Bauten, wie die Sehstege oder die Krananlage, möchte die Stadt ebenso erhalten wissen, hier müssten auch Erneuerungen erlaubt sein. Für bereits rechtskräftige Bebauungspläne in Mardorf, wie am Campingplatz oder in den „Bultgärten“ solle entweder die Verordnungsgrenze geändert oder es sollten Ausnahmeregelungen aufgenommen werden.

Generell wünscht sich die Stadt, dass transparenter verdeutlicht wird, dass es sich bei dem neuen LSG nur um einen Teilbereich des schon bestehenden LSG „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung Steinhuder Meer“ handelt, das weiterhin seine Rechtskraft behalte.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1116 vom 01.08.2020