Inhalt: Neu aufgebrachte Fahrbahnmarkierungen zu Fahrrad und Bus sorgen für Verwirrung

Neu aufgebrachte Fahrbahnmarkierungen zu Fahrrad und Bus sorgen für Verwirrung

Region benutzt Piktogrammketten - und markiert Haltestelle falsch

  • Die Fahrbahnmarkierungen der Region sorgen in Otternhagen (groß) für Verwirrung. Die Schutzstreifen der Stadt in Bordenau (rechts) seien hingegen zufriedenstellend.   Fotos: (r).Die Fahrbahnmarkierungen der Region sorgen in Otternhagen (groß) für Verwirrung. Die Schutzstreifen der Stadt in Bordenau (rechts) seien hingegen zufriedenstellend. Fotos: (r).
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Otternhagen/Bordenau (tma). Was das Piktogramm eines Fahrrads abseits von den geplanten Fahrradschutzstreifen zu suchen hat, haben sich in der vergangenen Woche einige Leser gefragt. „Seit heute morgen [...] frage ich mich, welche Seite der Straße jetzt der Radfahrer nutzen soll. Sieht so aus, als ob Autofahrer sich arg einschränken müssen“, schreibt Andrea Thielking. „Mal abwarten auf welche Seite die rote Farbe kommt. Wenn die auch auf die breitere Seite kommt, ist ja alles klar. Autofahrer sind dann wohl unerwünscht auf dieser Kreisstraße.“

Die Arbeiten der Region an der Ortsdurchfahrt haben begonnen, weil die Straße zu schmal für zwei Fahrradwege ist. Die Arbeiten (siehe Fotos) sind allerdings noch nicht abgeschlossen - auf dem Fahrradweg wird noch die Rote Farbe mit eigenen Piktogrammen aufgebracht. „Die Piktogramme auf der Fahrbahn sind Teil einer Piktogrammkette, das macht die Region jetzt überall, wo es nur einen Schutzstreifen gibt“, erklärt Verkehrskoordinator Benjamin Gleue.

Diese Kette hat keine rechtliche Bewandnis, sondern nur eine Hinweisfunktion. „Die Piktogramme sollen Autofahrer auf möglichen Radverkehr aufmerksam machen,

wirken sich aber nicht auf die eigentliche Benutzung der Fahrbahn aus“, so Gleue. Die Region plant weiterhin - zusätzlich zu Vorhaben der Stadt - ähnliche Markierungsarbeiten in Bordenau, Hagen, Mariensee und Niedernstöcken.

Einigen Betrachtern der, ebenfalls neuen, Markierungen der Bushaltestelle gegenüber des Hotel Perl (Foto) sind ebenfalls Ungereimtheiten aufgefallen. Auf der Seite der Haltestelle ist die Markierung einige Meter entfernt an zwei Einfahrten zu Privatgrundstücken aufgebracht worden, an der gegenseite würden die Fahrgäste an einem Busch aussteigen. Verkehrskoordinator Gleue hat dies nach Anfrage der Neustädter Zeitung der Region gemeldet, die berichtet, dass die Arbeiten zwar dem Plan entsprechen, aber dort schon falsch ausgelegt wurden. „Bei den weiteren Arbeiten am Schutzstreifen werden die Haltestellenmarkierungen abgefräst und versetzt“, so der Neustädter Verkehrskoordinator.

Gelungene Schutzstreifen lobt hingegen Ortsbürgermeister Harry Piehl in Bordenau. Piehl hatte bei der Sanierung des Gehweges „Am Ortsteich“ darum gebeten die Gosse teilweise zu erneuern, da dort bei Starkregen häufiger Keller überfluteten. Dabei wurde gleich der Fahrradweg neu markiert. „Damit ist Bordenau, meines Wissens nach, das erste Dorf mit einem neuen, wenn auch erst einmal kurzem, in roter Sicherheitsfarbe ausgeführter Fahrradschutzstreifen im Neustädter Land“, so Piehl.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1116 vom 01.08.2020