Inhalt: Hygieneauflagen für das Waldbad: Abstand im gestrichenen Schwimmbecken

Hygieneauflagen für das Waldbad: Abstand im gestrichenen Schwimmbecken

Die Badesaison in Wulfelade beginnt wieder voraussichtlich Ende Juni

  • Rainer Kehrbach (li.) und Jürgen Olescher entfernen die letzten Reste des abgeschliffenen Beckenanstrichs, bevor die erste Farbschicht aufgetragen wird.   Foto: MaibaumRainer Kehrbach (li.) und Jürgen Olescher entfernen die letzten Reste des abgeschliffenen Beckenanstrichs, bevor die erste Farbschicht aufgetragen wird. Foto: Maibaum
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Wulfelade (tma). Die Erföffnung des Waldbads hat sich in diesem Jahr stark verzögert, doch das Team um die neue Vorsitzende Jacqueline Klee nutzt jeden freien Augenblick, um sich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten.

Zwar wird das Becken eigentlich jedes Jahr abgeschliffen und gestrichen, doch der Verein hat die Verschiebung der Saison besonders gründlich genutzt. „Wir haben die Farbe komplett abgeschliffen - bis zum Beton“, erklärt Klee. „Jetzt kommen statt nur einer drei Farbschichten mit unterschiedlichen Verbindungen darauf.“ Etwa 2.000 Euro kostet die Aktion, um die zwei Wochen müssen die verschiedenen Schichten trocknen, bevor Wasser eingelassen werden kann. Klee ist dankbar für alle ehrenamtlichen Helfer und neue Mitglieder - zu offiziellen Einsätzen darf sie nämlich nicht rufen, so die Notfallregelung.

Seit vielen Wochen treffe sich der Verein daher im kleinen Kreis zu Sitzungen mit reichlich Sicherheitsabstand, um sich durch neue Vorschriften zu arbeiten. „Das sind wahnsinnig große Auflagen“, sagt die Vorsitzende, während sie demonstrativ Hygienevorschriften mit mehreren Dutzend Seiten in der Hand schwenkt. Sie habe sich viele Abende durch das Beamtendeutsch gekämpft und ein eigenes Konzept für das Waldbad erarbeitet. Das Ergebnis: Mit eingehaltenem Mindestabstand passen 118 Besucher in das 510 Quadratmeter große Becken. Auf der Wiese komme es darauf an, wie viele Menschen per Sitzeinheit zusammen kommen, Klee schätzt mit etwas Spielraum 41 Personen. Dazu gibt es markierte Ein- und Ausgangsbereiche, Desinfektionsmittel, was der Verein im Netz ersteigert hat, Plexiglasscheiben, keine ausgegebenen Spielzeuge sowie Markierungen und Schutzausrüstung für das Personal. Auch müssen jeden Abend alle Geländer und Klinken abgewischt werden. „Wir haben uns auch mit anderen Bädern wie Nöpke abgesprochen“, so Klee. „Es ist nicht ganz einfach, was und wann gemeldet werden muss.“ Für die Zeit nach Corona sei man dafür im Alltag mehr auf Hygiene aufmerksam geworden, was der Verein erhalten will.

Finanziell sei die Krise dafür umso mehr eine Herausforderung, Klee hofft nun auf Zuschüsse von der Stadt und neue Mitglieder um die Mehrkosten aufzufangen. „Wir freuen uns wahnsinnig auf Gäste und wollen wieder präsenter werden“, sagt die Vorsitzende. Dafür gibt es nun auch Seiten auf Facebook und Instagram (waldbad_wulfelade). Dort werde über zukünftige Veranstaltungen informiert, auch Hilfe könnten Freiwillige einfacher anbieten.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1106 vom 23.05.2020