Inhalt: Weinert übernimmt für Kuhlgatz

Weinert übernimmt für Kuhlgatz

Wechsel im Pfarramt nach elf Jahren

Bordenau/Poggenhagen (os). Nach gut elf Jahren verlässt Pastorin Kirsten Kuhlgatz zum 15. Juli die Gesamtkirchengemeinde. Sie war maßgeblich an der Bildung des Zusammenschlusses der beiden Gemeinden beteiligt und hat sich neben ihrer Tätigkeit als Pastorin dort auch im Gemeindeverband Mitte des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf engagiert eingebracht. Viele Jahre war sie Diakoniebeauftragte des Kirchenkreises und vertrat ihn im Vorstand des Diakonieverbandes Hannover-Land. „In ihrer herzlichen und empathischen Art und Weise wird sie überall eine große Lücke hinterlassen“, sagt Superintendent Michael Hagen. Im Sommer tritt Kuhlgatz in ihrem Heimatkirchenkreis Burgdorf die Pfarrstelle in der St. Petrigemeinde Steinwedel an. Verabschiedet wird die Pastorin voraussichtlich am Sonntag, 12. Juli, in einem Open-Air-Gottesdienst in Bordenau.

Zeitnah kann voraussichtlich die Pfarrstelle Bordenau-Poggenhagen zum 1. September besetzt werden. Am 13. Mai, präsentierte der Patron der Kirchengemeinde Bordenau Freiherr Friedrich Langwerth von Simmern (siehe Kasten) die Bewerberin Pastorin Alida-Bernadette Weinert aus Apensen im Kirchenkreis Buxtehude dem Gesamtkirchenvorstand beider Gemeinden. Weinert hält am morgigen Sonntag, 24. Mai, ihren Aufstellungsgottesdienst um 10 Uhr in der Kirche in Poggenhagen unter Corona-Regeln. Wegen der dadurch begrenzten Plätze in der Kirche wird der Gottesdienst nach draußen übertragen und auch danach noch im Internet zu sehen sein.

Nach mehr als zehn Jahren Dienst im Norden der hannoverschen Landeskirche möchte Alida-Bernadette Weinert ebenfalls wieder in ihren Heimatkirchenkreis zurückkehren. Sie wuchs in Hagen auf und machte in Neustadt das Abitur.

Letztes Patronat im Neustädter Land

Im Bereich der Landeskirche gibt es noch 131 Patronate, im Stadtgebiet nur noch eines in Bordenau. Die Einrichtung des Patronats entstand im Mittelalter und bezeichnet die Fürsorgepflicht eines Adeligen oder einer Stadt für eine Kirche. Der Patron oder die Patronin hat das Recht auf einen Sitz im Kirchenvorstand und bestimme mit über die Besetzung von Pfarrstellen. Im preußischen Landrecht hieß es zum Patronat: „Wer eine Kirche baut oder hinlänglich dotiert, erlangt dadurch ein Recht zum Patronat.“ Heute können keine neuen Patronate mehr begründet werden.

In Bordenau erwarb die Familie von Simmern das Patronatsrecht und hat hier auch eine Familiengruft, in der Vorfahren des aktuellen Patrons bestattet sind.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1106 vom 23.05.2020