Inhalt: Jäger retten Kitze per Drohne

Jäger retten Kitze per Drohne

Platz auf der Wiese hätte den Tod beim Mähen bedeutet

  • Jäger Thoralf Ramm mit einem der geretteten Rehkitze von einer der zum Mähen anstehenden Wiesen nahe des Moores.     Foto: (r).Jäger Thoralf Ramm mit einem der geretteten Rehkitze von einer der zum Mähen anstehenden Wiesen nahe des Moores. Foto: (r).
Bild von

Otternhagen (r/os). Erfolgreiche Rehkitzrettungen melden fünf Jäger aus dem Ort, die sich bereits um 4 Uhr am Mittwoch im Revier Otternhagen 2 trafen. Mit den örtlichen Bauern wurde der Weideschnitttermin abgesprochen. Dominik Cattau aus Resse, ebenfalls Jäger und erfahrener Drohnenpilot, unterstützte die Aktion mit seinem Multikopter.

Es standen fünf Weideflächen mit einer Gesamtfläche von rund 30 Hektar in der Nähe des Otterhagener Moores zur Mahd an. „Aufgrund des starken Rehwildbestandes war zu befürchten, dass gerade geborene Rehkitze den scharfen Messern der Mähmaschinen zum Opfer fallen“, sagt Heinrich Engehausen. Die mit Wärmebildkamera ausgestattete Drohne konnte die Neugeborenen in dem teilweise sehr hohen und dichten Gras ausfindig machen. Dann führte der Drohnenpilot die Helfer mit Funkgeräten zu den Fundstellen. In vier Stunden wurden drei Kitze von den Jägern aus den Gefahrenbereichen getragen. „Die bisherigen Versuche, die Kitztötung durch Aufstellen von Flatterfähnchen in den Weideflächen zu minimieren, hatten nur mäßigen Erfolg“, so Engehausen. Es kam immer wieder zu sehr grausamen Bildern. „Ganz andere Bilder entstanden heute und wir Jäger freuen uns darüber, dass zumindest auf den heute überflogenen und mühsam abgelaufenen Flächen kein Kitz zu Schaden kam“, so der Otternhagener.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1106 vom 23.05.2020