Inhalt: Eilvese soll e-Carsharing durch Solaranlage auf Feuerwehrhaus erhalten

Eilvese soll e-Carsharing durch Solaranlage auf Feuerwehrhaus erhalten

Elektroautos könnten einfach durch eine App genutzt werden

  • Elektroautos an der Ladestation könnten bald am Feuerwehrhaus zu finden sein.   Symbolfoto: (r).Elektroautos an der Ladestation könnten bald am Feuerwehrhaus zu finden sein. Symbolfoto: (r).
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Eilvese (tma). In wenigen Monaten steht die Eröffnung des Feuerwehrhauses am Schützenplatz an. Bisher waren dafür keine erneuerbaren Energien eingeplant, doch die Genossenschaft Naturenergie Region Hannover möchte nun nahtlos das Dach mit einer Photovoltaikanlage versehen - und noch mehr.

„Wenn man heute Gebäude baut und keine PV-Anlage einplant, macht man einen Fehler“, ist Vorstandsmitglied Marcus Biermann sicher. „Und dann ist es natürlich sinnvoll, den Strom auf kurzem Wege vor Ort zu verbrauchen.“ Daher hat er kurzerhand eine Ladestation für Elektroaustos mit zwei Steckern eingeplant, die auf dem Parkplatz der Feuerwehr 22 Kilowatt Ladeleistung bereitstellt. „Und wenn schon eine Ladestation im Ort steht, können wir auch gleich ein passendes Fahrzeug teilen“, so Biermann. Damit will er auch die Anfrage an die Stadt zur PV-Anlage inhaltlich aufwerten - das Dach soll die Stadt verpachten, den Rest übernimmt die Genossenschaft.

Zwei Konzepte sind zurzeit im Gespräch: Ein Kleinwagen könnte wie in einer Idee aus Schleswig-Holstein angeschafft werden, oder ein Siebensitzer dient als „Bürgermobil“. Ortsbürgermeisterin Christina Schlicker bevorzugt die letztere Variante. „Das ist eine Bereicherung für das Dorf“, freut sich die SPD-Politikerin. „Man könnte damit große Einkaufsrunden fahren oder Ausflüge machen.“ Das Bürgermobil würde die Genossenschaft mit 40.000 Euro doppelt so viel kosten wie der Kleinwagen, doch der Siebensitzer spart die teure Batteriemiete. Für die Nutzer würde das nichts ändern: Die Registrierung erfolgt per App auf dem Mobiltelefon, wodurch ein Nutzerkreis eingerichtet wird, der das Fahrzeug nutzen kann. Wie bei einem Elektroroller kann die Fahrt dann per Knopfdruck losgehen. Abgerechnet wird ein fester monatlicher Betrag sowie die Zeitstunde.

Ob die Idee so ganz umsetzbar ist, sei noch nicht in Stein gemeißelt, erzählt die Ortsbürgermeisterin. „Wir haben in der Politik zu lange gewartet. Bisher hat ja niemand von uns darüber nachgedacht, das Dach zu verpachten, da würde ich gerne ansetzen.“

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1093 vom 22.02.2020