Inhalt: Umbau der Waldbühne kostet 600.000 Euro - Förderanträge laufen

Umbau der Waldbühne kostet 600.000 Euro - Förderanträge laufen

Gebäude für Catering, Sanitär, Requisiten und Bühne geplant

  • Die Waldbühne lockt in jeder Saison Tausende Besucher auf ihr idyllisches Gelände an der Auter.Foto: Gade-SchnieteDie Waldbühne lockt in jeder Saison Tausende Besucher auf ihr idyllisches Gelände an der Auter.Foto: Gade-Schniete
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Otternhagen (dgs). Die Haushaltsberatungen stehen an - höchste Zeit für Vereine, langfristig geplante Projekte abzusichern, auch wenn die Finanzierung noch nicht bis ins Detail geklärt ist. Schon länger möchte der Verein Waldbühne auf seinem von der Stadt gepachteten Gelände ein zweistöckiges Multifunktionsgebäude errichten. Die unteren Etage bietet Platz für Catering und WCs sowie Bühnentechnik. Die obere Etage soll der Musikverein Berggarten für seine Proben nutzen, die bisher im Feuerwehrgerätehaus stattfanden. Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 348.000 Euro.

Darüber hinaus möchte der Verein „kurzfristig“ in einem zweiten Bauabschnitt eine Halle an das Multifunktionsgebäude anbauen für eine kleine Bühne mit Zuschauerraum und als Lager für Requisiten. Dadurch würde der Verein mit seinen Aufführungen wetterunabhängig, heißt es in der Begründung. Denkbar sei auch, die Halle für Sitzungen oder kleinere Feiern zu nutzen. Für diesen zweiten Bauabschnitt werden noch einmal Kosten in Höhe von 223.000 Euro veranschlagt.

Für beide Projekte soll die Stadt die Co-Finanzierung übernehmen. Der Verein Waldbühne hofft für den ersten Bauabschnitt auf Zuschüsse aus dem Leader-Programm. Ein entsprechender Antrag ist gestellt. Die Stadt hat bereits 30.000 Euro im Haushalt 2019 vorgesehen. Sobald der Bauantrag und die Leader-Förderumg genehmigt sind, soll das Projekt starten. Selbst will der Verein 55.000 Euro über einen Bankkredit beisteuern, für den die Stadt allerdings eine Bürgschaft übernehmen müsste, da sie Eigentümerin des Grundstücks ist.

Für den zweiten Bauabschnitt hat der Verein Waldbühne im September „zur Wahrung von Antragsfristen“ parallel gleich zwei Förderanträge bei unterschiedlichen Stellen eingereicht, wobei der vom Verein aufzubringende Eigenanteil jeweils von der Stadt übernommen werden soll. Eine entsprechende Zusage muss der Verein jetzt im November nachreichen.

Bei dem Programm „Zile“ (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) würden maximal 73 Prozent der Bruttokosten finanziert, so dass für die Stadt ein Anteil von 62.000 Euro verbliebe. Beim Landesprogramm „Förderung von kleinkulturellen Einrichtungen“ könnte der Zuschuss höchstens 200.000 Euro betragen, die Stadt müsste hier die restlichen 23.000 Euro übernehmen. Sofern beide Programme bewilligt werden, will sich der Verein für das Programm entscheiden, das die meisten Fördergelder zahlt und die städtische Belastung am geringsten hält. Eine gleichzeitige Förderung durch beide Programm sei nicht möglich, so die Information des Vereins. Die Verwaltung schlägt vor, die erforderlichen Mittel in den Haushalt 2020 einzustellen. Verwaltungsausschuss und Rat sollen am morgigen Donnerstag darüber entscheiden.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2394 vom 06.11.2019