Inhalt: Die „Rippen“ ragen schon in die Höhe: Bau des Feuerwehrzentrums geht voran

Die „Rippen“ ragen schon in die Höhe: Bau des Feuerwehrzentrums geht voran

Klar erkennbar ist bisher die Struktur der beiden Fahrzeughallen

  • Die Säulen des Feuerwehrzentrums sind bereits im Boden, jetzt geht es an die Grundmauern.   Foto: Henri SeitzDie Säulen des Feuerwehrzentrums sind bereits im Boden, jetzt geht es an die Grundmauern. Foto: Henri Seitz
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Neustadt (tma). Vom Anblick bei Baubeginn im Juni unterscheidet sich die Baustelle zwischen den Bundesstraßen 6 und 442 inzwischen immens: Wie die Knochen eines gewaltigen Brustkorbes ragen einige dutzend Betonsäulen aus dem Boden und lassen die ersten Umrisse des zukünftig 8.750 Quadratmeter großen Feuerwehrzentrums erahnen.

„In den Bauabschnitten mit Betonfertigteilen, die wir lokal beziehen, sind wir schon sehr weit fortgeschritten“, sagt Projektmanager Niclas Mühlenstädt, „die werden nach dem Lego-Prinzip verbunden. So wird die Hülle bis Ende des Jahres wetterdicht.“ So wolle man die Grundmauern des Gebäudes früh fertigstellen, um schon im nächsten Monat mit dem Innenausbau beginnen. Die Der Baubeginn wurde durch archäologische Vorarbeiten um einen Monat verzögert, Mühlenstädt ist aber zuversichtlich, dass das Zentrum im Januar 2021 eröffnet werden kann.

Klar erkennbar ist schon die Struktur der beiden Fahrzeughallen. Die Schwerpunktwehr der Kernstadt und Stadtfeuerwehr nutzen 5.100 Quadratmeter mit 19 Einstellplätzen für Einsatzfahrzeuge, während die Feuerwehrtechnische Zentrale der Region acht Stellplätze, Werkstätten, ein Tierseuchenlogistikzentrum und verschiedene Schulungsbereiche erhält. Dazu kommen noch Räume für die Einsatzkoordinierung, ein Büro für den Stadtbrandmeister sowie ein Übungshof mit diversen Nutzungsmöglichkeiten. Besonders den Ortsfeuerwehren zugute kommen soll der 25 Meter hohe Schlauchtrocknungsturm, der im letzten Schritt der Arbeiten den Komplex überragen soll.

Die Baukosten belaufen sich auf 20,5 Millionen Euro - dazu kommen rund neun Millionen für Außenanlagen, Stellplätze, Technik, Möbel sowie die Ausstattung der Werkstätten. Der Anteil der Stadt liegt bei 16,5 Millionen Euro, die Region steuert 12,3 Millionen Euro bei. Besonders finanziert wird die Unterhaltung, übernommen von Baufirma Goldbeck Public Partner: 30 Jahre lang ist das Unternehmen für die Instandsetzung zuständig, wofür sie elf Millionen Euro erhält.

Live beobachtet werden kann der Baufortschritt im Internet unter goldbeck215.hi-res-cam.com.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2389 vom 02.10.2019