Inhalt: Caren Marks will 2021 nicht noch einmal für den Bundestag kandidieren

Caren Marks will 2021 nicht noch einmal für den Bundestag kandidieren

  • Caren Marks vertritt seit 2002 den Wahlkreis im Bundestag.Caren Marks vertritt seit 2002 den Wahlkreis im Bundestag.
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Neustadt (dgs). Mit einem Anschreiben hat die Bundestagsabgeordnete Caren Marks in dieser Woche alle SPD-Ortsvereine ihres Wahlkreises davon in Kenntnis gesetzt, bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2021 nicht noch einmal zu kandidieren. Sie gebe diese Entscheidung ganz bewusst schon jetzt zur Hälfte der Legislaturperiode bekannt, erklärt Marks. Damit hätten die Genossen ausreichend Zeit, Kandidaten auszuwählen.

Marks vertritt seit 2002 den Wahlkreis im Bundestag. Seit 2013 ist sie zudem Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Es ist mir seit jeher ein Herzensanliegen, an politischen Prozessen mitzuwirken und dadurch unsere Gesellschaft positiv zu verändern“, erklärt Marks. Sie empfinde ihre Arbeit als Abgeordnete des Deutschen Bundestages bis heute nicht als „Routine oder gar als Selbstverständlichkeit“, sondern als eine „besondere Verpflichtung“.

Sie habe Caren Marks als eine umsichtige, engagierte Politikerin kennengelernt, erklärt die SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Landtagsabgeordnete, Wiebke Osigus, gegenüber der Neustädter Zeitung. Nach 17 Jahren im Bundestag sei Marks eine „etablierte Abgeordnete“, die Neustadt und Wunstorf gut im Blick habe und hatte und mit der sie gut und gerne zusammenarbeite.

„Nach so langer Tätigkeit ist ein Wechsel natürlich auch ein Verlust“, betont Osigus. Aber: „Wir haben jetzt Zeit einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin aufzubauen“. Der Ortsverein werde mit Vertretern der SPD aus Burgdorf, Burgwedel, Garbsen, Isernhagen, Langenhagen, Wunstorf und der Wedemark, die alle zum Wahlkreis 1 Hannover Land gehören, zusammen kommen und für die Nachfolge „ein geordnetes Verfahren“ durchführen, kündigt Osigus an. Wer Interesse an einer Kandidatur habe, sei aufgerufen, mit dem Ortsverein Kontakt aufzunehmen. „Wir sehen diese Veränderung natürlich auch als eine Chance, uns weiterzuentwickeln“, sagt sie. Für die Nennung konkreter Namen sei es momentan allerdings zu früh.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1061 vom 13.07.2019