Inhalt: Kann es wieder zwei Schulen geben?

Kann es wieder zwei Schulen geben?

Schulausschuss tagt Donnerstag - Viele Fragen an die Landeschulbehörde

  • Die Zukunft der Außenstelle Helstorf der gemeinsamen Grundschule mit Mandelsloh ist Dreh- und Angelpunkt der Fragestunde.  Foto: SeitzDie Zukunft der Außenstelle Helstorf der gemeinsamen Grundschule mit Mandelsloh ist Dreh- und Angelpunkt der Fragestunde. Foto: Seitz
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Neustadt (os). Die Zukunft der Grundschule Mandelsloh/Helstorf steht im Mittelpunkt der nächsten Schulausschusssitzung am Donnerstag, 13. Juni, um 18 Uhr in der Mensa von Leine-Schule und Gymnasium an der Bunsenstraße. Vertreter der Landesschulbehörde (LSB) sind eingeladen, um einen umfangreichen Fragenkatalog zu beantworten, der schon zwei Wochen zuvor bei der Behörde eingereicht werden musste.

Dreh- und Angelpunkt der Fragen: Kann es wieder zwei eigenständige Schulstandorte geben? Sowohl Fragen aus dem Rat sowie aus der gebildeten Projektgruppe, aber auch der Schulleitung und des Schulvorstands drehen sich um ein solches Szenario, etwa bei der Frage nach nötigen Schülerzahlen für die jeweilige Eigenständigkeit.

Mit eher kritischem Unterton lesen sich die Fragen von Schulleitung und Kita-Leitungen. Ob zwei getrennte Schulen dann jeweils keine Konrektorenstelle und keinen Schulvorstand mehr hätten, wollen Schulleiterin Nicole Ortelt sowie ihre Kita-Pendants Anke Backhaus und Lisa Rutenberg wissen. Ebenso in der Aufstellung: „Ist es richtig, dass das Modellvorhaben von der Schulleitung gekündigt werden kann?“ Der Schulvorstand fragt zum gleichen Thema, ob das Projekt „Kooperativer Hort“ nach einer Aufteilung in zwei Standorte weitergeführt wird.

Ob im Falle einer Wiedereigenständigkeit beide Schulen eine neue Schulleitung bräuchten, wird gefragt. Hintergrund: Die jetzige Stelleninhaberin ist für eine dann einzügige Schule zu hoch besoldet. Auf die Bildungsqualität zielt offensichtlich die Frage, ob nach Einschätzung der LSB zweizügige Grundschulen leistungsfähiger sind als einzügige.

Wissen wollen Fragesteller aus der Projektgruppe Helstorf aber, unter welchen Voraussetzungen die Genehmigung der Außenstelle erhalten bleiben könnte. Auch ob die Außenstelle durch die LSB gegen den Willen des Schulträger, also der Stadt Neustadt, geschlossen werden kann. Auf den Standort zielt die Frage, ob es eine rechtliche Grundlage gibt, in welchem Ort eine gemeinsame Schule betrieben würde.

Mit einer kurzen Ausschusssitzung dürfte eher nicht zu rechnen sein.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1056 vom 08.06.2019