Inhalt: Neustadt auf den Geschmack für Europa bringen

Neustadt auf den Geschmack für Europa bringen

Altrewa-Stiftung mit dem etwas anderen Wahlprogramm

Neustadt (os). Stimmen für den rechten und linken Rand des politischen Spektrums gibt es nach ihrem Geschmack schon viel zu viele: Die Vorstandsmitglieder der Altrewa-Bürgerstiftung wollen deshalb die Menschen in der Mitte motivieren am Sonntag, 26. Mai, an die Wahlurnen zu strömen und ihre Stimme für „ein freies und friedlichen Europa abzugeben“, sagt Dr. Tanja Soroka. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Willi Ostermann und Wolf-Dietmar Seidel, Vorsitzender des Filmclubs Neustadt, stellte sie ein besonderes „Wahlprogramm“ vor, für das die Stiftung zahlreiche Kooperationspartner und potentielle Höhepunkte gefunden hat.

Stifter Alfried Kostrewa - selbst Ostpreußenflüchtling und überzeugter Europäer - hatte schon 2002 zur Währungsumstellung Künstler aus ganz Europa eingeladen, das gemeinsame Geld in Bildform umzusetzen. Daraus entstanden 22 Werke, die in einer Neuauflage ab Mittwoch, 15. Mai, im Rosenkrug gezeigt werden. Um 19 Uhr wird die Ausstellung eröffnet, mit dabei: Poetry-Slammer Tobias Kunze und seine Solo-Show zum Thema Europa.

Cineastisch bringt sich der Filmclub für die Wahlmobilisation ein. Am Dienstag, 21. Mai, zeigt er die Tragik-Komödie „Zauber der Venus“ mit Glenn Close im Cinema im Leinepark. Ein Empfang ab 19 Uhr mit kurzem Vortrag von Jean-Claude Cousin-Sauer, Ehrenvorsitzender des Vereins für Internationale Beziehungen, steht vor dem Filmbeginn an.

Historiker Prof. Dr. Jan Plamber aus London kommt am Donnerstag, 23. Mai, für eine Lesung in den Rosenkrug. Sein Buch „Das neue WIR“ begründet, warum Migranten „dazu“ gehören.

Am Wahlsonntag selbst gibt es bei der Finissage einen letzten Blick auf die Eurobilder, kombiniert mit Musik und Lyrik der „Wortgestalten“ Ammar Zein-Oud, Mahmoud Chaban-Darbuka und Gesa Elsner, außerdem Jazzmusik. Das Programm dauert von 15.30 bis 18.30 Uhr.

„Wir wollen auf den Geschmack für Europa bringen“, sagt Ostermann. „Populisten schaffen es derzeit besser, Leute zu mobilisieren, dem versuchen wir etwas entgegenzusetzen“, ergänzt Soroka.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1052 vom 11.05.2019