Inhalt: Brückensperrung: Anwohner fühlen sich vor vollendete Tatsachen gestellt

Brückensperrung: Anwohner fühlen sich vor vollendete Tatsachen gestellt

Ortsdurchfahrt Scharrel für Monate gesperrt

  • Fühlen sich vor vollendete Tatsachen gestellt: Scharreler müssen wegen der Brückensperrung Umwege in Kauf nehmen. Umgehend hat Regiobus auf den Wunsch nach Verlegung der Bushaltestelle an den Anfang des Kleegartens reagiert (kl. Foto). Fotos: Gade-SchnieteFühlen sich vor vollendete Tatsachen gestellt: Scharreler müssen wegen der Brückensperrung Umwege in Kauf nehmen. Umgehend hat Regiobus auf den Wunsch nach Verlegung der Bushaltestelle an den Anfang des Kleegartens reagiert (kl. Foto). Fotos: Gade-Schniete
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Scharrel (dgs). Die Empörung der Anwohner ist groß: Seit Mittwoch ist die Kreisstraße 315 am Ortseingang aus Richtung Otternhagen komplett gesperrt. Die Region Hannover baut eine neue Brücke über die Kleine Auter. Erst im November soll die Durchfahrt wieder geöffnet werden. Bis dahin müssen die Scharreler, aber auch die Meteler Umwege in Kauf nehmen.

„Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, ärgert sich Isabel Jahnke vor allem über die Informationspolitik der Region. Dass hier gebaut werde, sei in Ordnung, findet Sabrina Cammann. Sie hätte sich aber mehr Überlegungen bei der Umleitungsstrecke gewünscht. Die führt jetzt über Averhoy, Basse und Suttorf nach Neustadt. „Jeden Morgen und jeden Nachmittag sind das zehn Kilometer mehr“, hat Annette Höpken für sich ausgerechnet - und das an fünf Tagen in der Woche mache schon 100 Kilometer aus. Und sie ist nicht die Einzige, viele fahren täglich mit dem Auto zur Arbeit. „Wie viele Mehrkilometer kommen da zusammen und welche zusätzliche Umweltbelastung ist das“, ärgert sich Holger Heuer.

Die Scharreler haben bereits an die Region Hannover und die Stadt Neustadt geschrieben. „Das ist ein kleiner Bach, das kann doch nicht so lange dauern“, lautet der Tenor. Die Frage ist auch, ob es nicht Berechtigungsausweise für die Nutzung der Feldwege geben könnte. Die Wege des Realverbandes durch die Feldmark nutzen die Busse, die so die verlegte Bushaltestelle „Am Kleegarten“ anfahren.

Diesen Wirtschaftsweg, der sich zum Teil im Eigentum des Realverbandes befinde, aber als offizielle Umleitungsstrecke auszuweisen und für den Individualverkehr freizugeben, sei aufgrund fehlender und nicht herzustellender Verkehrssicherheit unmöglich, erklärt Benjamin Gleue, Verkehrskoordinator der Stadt Neustadt. „Die Breite des Wirtschaftsweges reicht nicht aus, um dort Begegnungsverkehr zuzulassen“, macht er deutlich. Der Weg ist maximal drei Meter breit, streckenweise verlaufen auf beiden Seiten Gräben. Busse haben mit Spiegeln schon eine Maximalbreite von 2,55 Metern. Die Stadt prüft derzeit die Einrichtung von Parkplätzen vor der Baustelle. Hier könnten Anwohner, die regelmäßig in Richtung Otternhagen fahren, ihre Autos abstellen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1048 vom 13.04.2019