Inhalt: Schlicker setzt auf das Thema Sicherheit und will für bezahlbaren Wohnraum sorgen

Schlicker setzt auf das Thema Sicherheit und will für bezahlbaren Wohnraum sorgen

SPD-Bürgermeisterkandidatin stellt Wahlkampfprogramm vor

  • SPD-Bürgermeisterkandidatin Christina Schlicker (li.) stellte am Montag erste Eckpunkte ihres Wahlprogramms vor. Unterstützt wurde sie dabei von der stellvertretenden  Ortsvereinsvorsitzenden Bina Langer.Foto: Gade-SchnieteSPD-Bürgermeisterkandidatin Christina Schlicker (li.) stellte am Montag erste Eckpunkte ihres Wahlprogramms vor. Unterstützt wurde sie dabei von der stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Bina Langer.Foto: Gade-Schniete
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Neustadt (dgs). Mit der Einrichtung eines kommunalen Ordnungsdienstes will SPD-Bürgermeisterkandidatin Christina Schlicker für mehr Sicherheit in der Stadt sorgen. Das erklärte sie bei der offiziellen Vorstellung ihres Wahlprogramms am Montag. Auch für mehr bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum will sich die SPD-Politikerin stark machen.

In Gesprächen mit Bürgern habe sie immer wieder vernommen, dass so mancher abends nicht gern allein unterwegs ist in der Stadt, sei es am Bahnhof oder im Erichspark. Typische Aufgaben für die städtischen Mitarbeiter, die sie im Fachbereich Bürgerdienste ansiedeln möchte, könnten Kontrollen in der Fußgängerzone, in Grünanlagen und auf Spielplätzen sein, schlägt Schlicker vor.

Sie sieht auch in Gaststätten - zum Beispiel bei der Einhaltung von Sperrzeitenregelungen oder des Nichtraucherschutzes - Einsatzmöglichkeiten. Detaillierter festgelegt werden sollen sie aber erst in Absprache mit der Polizei und dem Präventionsrat, der schon seit Jahrzehnten gute Arbeit leiste, so die Bürgermeisterkandidatin.

Besonders am Herzen liegt ihr die Feuerwehr, die ebenfalls - und das ehrenamtlich - für die Sicherheit der Bürger sorge. Zur Wertschätzung dieser Arbeit gehören für Schlicker gute Rahmenbedingungen: „Diese reichen von qualifizierter Aus- und Fortbildung, guter Schutzkleidung und zeitgemäßer Feuerwehrhäuser bis zu modernen Fahrzeugen und Geräten“. Schlicker will sich dafür einsetzen, dass bei Reinigung der Einsatzkleidung Tauschuniformen vorhanden sind, damit die Wehren sofort wieder einsatzfähig sind. Ein Unding sei es auch, dass die Betreuer der Kinder- und Jugendzeltlager für Essen und Übernachtung zahlen müssten - und das, obwohl manche von ihnen extra Urlaub für die Betreuung nehmen. Schlicker schlägt die Einrichtung eines Fonds vor, der die Kosten übernehmen soll.

Höchste Priorität hat für die SPD-Politikerin der soziale Wohnungsbau. Derzeit gebe es im gesamten Stadtgebiet lediglich 438 Sozialwohungen, das seien gerade einmal zwei Prozent, ein „Armutszeugnis“, wie sie findet. Sie fordert mehr Bautätigkeit im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau. Dabei sollte die Stadt schon bei der Ausweisung von eigenem Bauland eine Quote für den sozialen Wohnungsbau festlegen. Außerdem regt Schlicker eine Imagekampagne an. Bei vielen Wohnungsunternehmen, vor allem aber bei privaten Investoren, würde die Zielgruppe für den sozialen Wohnungsbau oft als „Problemmieter“ abgestempelt, diese Vorurteile gelte es zu revidieren.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2361 vom 20.03.2019