Inhalt: Sie lassen lieber Taten sprechen

Sie lassen lieber Taten sprechen

Schülerinnen beteiligen sich an weltweiter Klimaschutz-Demo

  • Yavana Marx (li.) und Nadeschda Stowasser, beide Schülerinnen am Gymnasium, gingen für den Klimaschutz auf die Straße.Foto: KrämerYavana Marx (li.) und Nadeschda Stowasser, beide Schülerinnen am Gymnasium, gingen für den Klimaschutz auf die Straße.Foto: Krämer
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Neustadt (cck). Das ungemütliche Wetter hielt Yavana Marx und Nadeschda Stowasser nicht von ihrem Plan ab: Gerüstet mit selbst gebastelten Plakaten, Sitzkissen und genügend Proviant beteiligten sie sich heute Vormittag an der weltweiten Protestaktion von „Fridays For Future“.

Seit Wochen gehen Schüler und Studenten freitags für den Klimaschutz auf die Straße - allein in Deutschland finden heute über 200 Demos statt. Auch die beiden Gymnasiastinnen aus Mariensee wollten sich daran beteiligen. Ihr Anreiz, sich selbst mit dem Thema Klimawandel und dessen Auswirkungen auseinanderzusetzen, war ein Video der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg. „Wir wollten auch etwas tun“, erklärte die zehnjährige Nadeschda im Gespräch mit der NZ.

Um unter ihren Mitschülern weitere Mitstreiter zu finden, bereiteten sie ein Referat vor. Bei ihrer Lehrerin fanden sie großen Zuspruch. Ihre Klassenkameraden hielten sich eher bedeckt, schlugen jedoch eine Infoveranstaltung am Wochenende vor. „Aber da kommt doch keiner“, war Nadeschdas Befürchtung. So nahmen die beiden Freundinnen das Thema selbst in die Hand.

Für ihre Demo bereite jede ein Plakat vor - eines mit einem Schlachtruf darauf, das andere zeigt die Auswirkungen des Klimawandels. Für vier Stunden wollten sie vor dem Verwaltungsgebäude in der Nienburger Straße positionieren, um noch mehr aufzufallen, auch etwas auf der Straße entlang gehen. Gegen Mittag zogen sie ein erstes Resümee: „Angesprochen wurden wir bis jetzt nur einmal, aber viele gucken aus ihren Fenstern“, sagte die elfjährige Yavana. Gezielt auf Passanten zugehen wollten sie nicht, sondern eher Präsenz zeigen.

Allerdings habe ihre Aktion auch Folgen: „Wir müssen deswegen wohl leider nachsitzen“, so Nadeschda. Ein weiteres Mal für den Klimaschutz - dann vielleicht sogar mit mehreren - auf die Straße zu gehen, wollen sie deshalb aber nicht ausschließen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1044 vom 16.03.2019