Inhalt: Schmierereien oder doch „urbane Kunst“?

Schmierereien oder doch „urbane Kunst“?

  • Graffiti und Schmierereien prägen Türen und Wände der Sporthalle an der Bunsenstraße, auch die Toiletten am ZOB wurden zum Ziel. Fotos: (r).Graffiti und Schmierereien prägen Türen und Wände der Sporthalle an der Bunsenstraße, auch die Toiletten am ZOB wurden zum Ziel. Fotos: (r).
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Neustadt (r/cck). Seien es vereinzelte Kritzeleien oder komplette Bilder: Graffiti und Schmierereien an Hauswänden, Türen und Fenstern verursachen jedes Jahr hohe Kosten für die Eigentümer der Gebäude - so auch für die Stadtverwaltung. Diese ist laut Stadtsprecherin Pamela Klages überdurchschnittlich oft betroffen, da es in und an stark frequentierten öffentlichen Gebäuden verstärkt zu Schmierereien kommt. Ein Beispiel ist die Sporthalle an der Bunsenstraße, auch die Toiletten am ZOB sind mit wilden Kritzeleien - zum Teil in Fäkalsprache - versehen.

Im aktuell vorliegenden Fall an der Bunsenstraße werden sich die Kosten für Entfernung und anschließende Schutzlackierung der Sporthalle auf ungefähr 12.000 Euro belaufen, so die Schätzung der Stadt. Bei den Toiletten am ZOB sind es etwa 2.500 Euro. Laut Klages werde diese Form der Verschmutzung im Nachhinein meist als störend wahrgenommen, gemeldet werden die Vorfälle aber nur selten. Das habe wiederum zu einem Gefühl der Akzeptanz geführt.

Als Antwort auf die städtische Pressemitteilung reagierte Ratsherr Thomas Iseke (FDP) sogar mit lobenden Worten. Er schreibt in einer E-Mail: „Ich finde das ist urbane Kunst. Das gibt unseren kleinen Neustadt den Hauch von Internationalität." Die Stadtverwaltung sieht das ganz anders: In beiden Fällen wurden in den vergangenen Tagen Strafanträge gestellt. „Wenn die Täter nicht gefasst werden, muss die Allgemeinheit wieder für die Reinigung und Sanierung aufkommen“, ärgert sich Thomas Völkel, Fachdienstleiter Immobilien. Auch deshalb habe sich die Stadtverwaltung entschieden eine Belohnung von 250 Euro für sachdienliche Hinweise auszuloben. Hinweise zum Tathergang oder den Verursachern nimmt Hauptkommissar Werner Enders unter Telefon 05032/9559 159 entgegen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1043 vom 09.03.2019