Inhalt: Kapazitäten an Parkplätzen sind mehr als ausgeschöpft

Kapazitäten an Parkplätzen sind mehr als ausgeschöpft

Anwohner und Ortsbürgermeister fordern Verkehrskonzept

  • Ortsbürgermeister Günter Hahn traf sich mit Anwohnern zum Ortstermin. Fotos: KrämerOrtsbürgermeister Günter Hahn traf sich mit Anwohnern zum Ortstermin. Fotos: Krämer
  • Hinter der Turnhalle gibt es aktuell 30 Parkplätze, allerdings reichen diese zu den Bring- und Abholzeiten oft nicht aus.Hinter der Turnhalle gibt es aktuell 30 Parkplätze, allerdings reichen diese zu den Bring- und Abholzeiten oft nicht aus.
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Mandelsloh (cck). Mehrere Probleme prallen im Areal rund um Pflegeheim, Baugebiet und Grundschule aufeinander - vor allem mangelt es an Parkplätzen, das verdeutlichten Ortsbürgermeister Günter Hahn und Anwohner des Pastor-Simon-Wegs am Mittwoch.

Während der Bauphase von Pflegeheim und Wohngebiet „Wiklohstraße West“ sei es häufig zu gefährlichen Verkehrssituationen durch LKW gekommen, schildert Karsten Ahlborn. „Morgens und zum Nachmittag wird der Pastor-Simon-Weg als Kita- und Schulweg genutzt“, verdeutlicht der Anwohner. Woran es fehlt, sei ein sicheres Konzept, ergänzte Karen Hornborstel, ebenfalls Anwohnerin und Mutter zweier Kinder.

Eine provisorische Absperrung durch Paletten sollte den Durchgangsverkehr stoppen, seit Ende der letzten Woche gibt es vorm Pflegeheim nun eine Schranke, die nur noch bestimmten Fahrzeugen, beispielsweise Rettungsdienst und Feuerwehr, die Zufahrt gewährt (die NZ berichtete). Das reicht den Anwohnern aber nicht. Hahn berichtete, dass der für den Friedhof vorgesehene Parkplatz in keinem Fall ausreiche. Bei Beerdigung werde häufig auf den Pastor-Simon-Weg ausgewichen, der Parkplatz wiederum aufgrund unzureichender Kapazitäten an der Schule auch von Lehrkräften genutzt.

„Das Parken auf und neben dem Bürgersteig ist weiterhin ein massives Problem“, richtete sich Ahlborn in einem Schreiben an die Verwaltung. „Wie sollen denn die Bewohner des Seniorenparks mit ihren Rollatoren den Bürgersteig befahren?“, wollte er wissen. Bislang gibt es an der Straße Schilder, die auf ein eingeschränktes Halteverbot hinweisen, die Anwohner hingegen fordern ein komplettes Halteverbot. Dieses sei jedoch nicht notwendig, da im „Pastor-Simon-Weg das Halten aufgrund zu geringer Fahrbahnbreite gemäß auch ohne Beschilderung unzulässig“ sei, begründet Verkehrskoordinator Benjamin Gleue.

Nach wie vor sei seiner Meinung nach die Möglichkeit, den überfahrbaren Gehweg beim Vorbeifahren an haltenden Fahrzeugen mitzubenutzen die sinnvollste Regelung. Vor dem Hintergrund des Altenheims gebe es allerdings Überlegungen, eine alternative Beschilderung zu entwickeln. Erstmal solle aber beobachtet werden, wie sich Schranke und Hinweis-Wegweiser auf das Parkverhalten auswirken. Allerdings zeigte sich, dass diese direkt zugeparkt wird. Gleue versicherte im Gespräch mit der NZ, dass als Konsequenz gelegentlich Kontrollen stattfinden und Verstöße geahndet werden sollen. Auch seien die neuen Straßenschilder für die Zuwegung vom Pflegeheim zum Baugebiet bereits bestellt worden. Die Anwohner beklagten, dass viele Fahrzeuge immer noch von ihren Navigationsgeräten in den Pastor-Simon-Weg geführt werden. Dass Fahrzeuge auch nach der neuen Beschilderung weiter in die Wohnstraße einbiegen, könnte aber nicht vollständig verhindert werden, so Gleue.

Auf neue Parkplätze gibt es nach seinen Worten kein Anrecht. Das Altenheim sei auf seinem Areal ohnehin selbst dafür zuständig, genügend Parkmöglichkeiten zu schaffen. Im Bereich der Turnhalle stehen aktuell 30 Parkplätze zur Verfügung. „Das Hauptverkehrsproblem besteht fast ausschließlich dann, wenn Eltern ihre Kinder abholen oder bringen. Also an wenigen Stunden werktäglich“, sagt der Verkehrskoordinator. Aus Sicht der Stadt bestehe kein weiterer Bedarf an Parkplätzen. Wenn die Planung zur Erweiterung der Mensa umgesetzt wird, könnten aber im südlichen Bereich der Schule zehn neue Parkplätze bestehen. Sollten über die politischen Gremien weitere Flächen gefordert werden, müsse geprüft werden, wo diese realisiert werden könnten. „Allerdings wird es keine einfache und schnelle Lösung geben“, ist sich Gleue sicher. Im Dezember gab es bereits einen Ortstermin zum Thema, da der Ortsbürgermeister nicht anwesend sein konnte, könne es aber einen weiteren Termin geben, um nach Lösungsansätzen zu suchen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1039 vom 09.02.2019