Inhalt: Vollsperrung: Moorstraße muss noch vor der Landwehr saniert werden

Vollsperrung: Moorstraße muss noch vor der Landwehr saniert werden

LKW-Umleitungsverkehr so nicht möglich - Baubeginn 2021

  • Dellen und Risse: Schon jetzt ist auf der kompletten Moorstraße nur noch Tempo 50 zulässig.	Foto: Gade-SchnieteDellen und Risse: Schon jetzt ist auf der kompletten Moorstraße nur noch Tempo 50 zulässig. Foto: Gade-Schniete
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Neustadt/Mardorf (dgs). Der trockene Sommer hat der Moorstraße den Rest gegeben. Wie die Region Hannover gestern mitteilte, soll die vielbefahrene 5,5 Kilometer lange Verbindungsstraße ans Steinhuder Meer 2021 komplett saniert werden. „Das bedeutet eine Vollsperrung für mindestens ein Jahr“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Damit werde die schon geplante Sanierung der Landwehr um ein weiteres Jahr auf 2022 verschoben.

„Die in sehr guter Zusammenarbeit mit der Region getroffene Entscheidung ist die einzig richtige und logische. Für die Umleitung des Schwerlastverkehrs im Zuge des Landwehr-Ausbaus ist eine funktionierende Moorstraße alternativlos“, erklärt dazu Benjamin Gleue, Verkehrskoordinator der Stadt. Bei einem Termin in Hannover am Donnerstag klopften Vertreter von Stadt und Region noch einmal die Umleitungsstrecke für die Landwehr ab. Dabei ging es auch um die Brücke in Höhe der Torfabfüllanlage. Insgesamt sei die Moorstraße in einem sehr schlechten Zustand, was bereits zu einer Tempobeschränkung auf 50 Stundenkilometer geführt habe, so Abelmann. Massiven LKW-Verkehr zum Torfwerk, wie er durch die Umleitung während der Landwehr-Sanierung entstanden wäre, könne die Moorstraße nicht verkraften, waren sich die Verkehrsexperten einig.

Aber: „Die Lastwagen dürfen sich auch nicht durch die dann ohnehin verkehrlich stärker belasteten Wohnstraßen quälen“, betont Gleue. Daher hat die Region jetzt die Sanierung der Moorstraße vorgezogen. Ein Spezial-Büro wird demnächst mit den Untersuchungen des Untergrunds im Toten Moor beginnen. Durch die Wiedervernässung der Flächen dürfte sich der Ausbau nicht einfach gestalten. Während der Bauphase müsste der Umleitungsverkehr über Schneeren geführt werden. Stadt und Region treten unisono dem immer wieder auftauchenden Gerücht entgegen, dass es bald nur noch eine Fahrradstraße nach Mardorf geben könnte.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1038 vom 02.02.2019