Inhalt: „ Wir haben viel erreicht“

„ Wir haben viel erreicht“

Neujahrsempfang: Sternbeck warnt vor Populismus

  • Über 200 Gäste begrüßten Bürgermeister Uwe Sternbeck und Oberstleutnant Marcus Dehn zum Neujahrsempfang im Schloss. Für Nachdenkliches sorgte das Duo „„ONKel fISCH“. Fotos: GiebelÜber 200 Gäste begrüßten Bürgermeister Uwe Sternbeck und Oberstleutnant Marcus Dehn zum Neujahrsempfang im Schloss. Für Nachdenkliches sorgte das Duo „„ONKel fISCH“. Fotos: Giebel
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Neustadt (dgs). Sicher hatten es nicht alle der über 200 Gäste des Neujahrsempfangs von Stadt und Bundeswehr im Schloss Landestrost auf dem Schirm: Für Bürgermeister Uwe Sternbeck war es der letzte in seiner Amtszeit als Bürgermeister. „Es ist also Zeit, zurück zu blicken“ , meinte das Stadtoberhaupt bei der Begrüßung. „Neustadt hat sich in den vergangenen 15 Jahren verändert - wir haben viel erreicht“ zeigte er sich überzeugt.

Vor allem habe sich in der Bildungslandschaft etwas bewegt, führte der Bürgermeister aus und verwies auf eine nahezu flächendeckende Ganztagsbetreuung für Ein- bis Sechsjährige. Zudem arbeite die Stadt mit dem Kooperativen Hort an einem „ehrgeizigen Modellprojekt“. Auch durch die verschiedensten Förderprogramme habe sich viel getan im Neustädter Land, betonte der Bürgermeister und nannte die Dorferneuerung mit dem Ausbau von Straßen und Plätzen im Mühlenfelder Land, aber auch die Erneuerung des Uferwegs in Mardorf oder den Dorfladen in Mariensee.

Für die Zukunft gerüstet sieht Sternbeck die Feuerwehr, aber auch die Stadtverwaltung, wobei er das neu geplante Rathaus noch nicht einmal erwähnte. Die Mitarbeiter ständen vor großen Aufgaben, so Sternbeck und führte als Beispiele den Masterplan für das Schulzentrum Süd, die neue Bildungslandschaft West, die Beseitigung des Bahnübergangs Poggenhagen und den Hochwasserschutz Silbernkamp an.

Besonders am Herzen liegt dem scheidenden Bürgermeister aber auch Europa. Bekanntlich findet die Europawahl zusammen mit der Neustädter Bürgermeisterwahl am 26. Mai statt. Schon seit Jahrzehnten gibt es die Arbeitsgemeinschaft der Neustädte, mit 36 Städten die größte Städtefreundschaft in Europa. Dazu kommt die deutsch-französische Partnerschaft mit La-Ferté-Macé. „Leider ist die Gefahr riesengroß, dass erstmals in der Geschichte der EU ein Rückschritt erfolgt“, warnte Sternbeck mit Blick auf den Brexit. Die EU sei ein Garant für ihre Mitgliedstaaten, Unstimmigkeiten demokratisch und friedlich zu lösen, so Sternbeck. „Ich kann wirklich nicht verstehen, dass finanzielle Habgier, imperialistischer Größenwahn, Populismus und Fremdenfeindlichkeit wieder salonfähig geworden sind“, erklärte das Stadtoberhaupt. In die gleiche Kerbe schlug das Duo „ONKel fISCH“, das allenthalben zu viel „braune Soße“ beklagte.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1038 vom 02.02.2019