Inhalt: Zu wenig Unfälle für eine Ampel?

Zu wenig Unfälle für eine Ampel?

Wieder kracht es auf der Dammkrug-Kreuzung

  • Zwei PKW-Fahrer kollidierten am Mittwoch auf der K335, auf Höhe der Kreuzung zur B6. Einer von ihnen wurde dabei leicht verletzt. Foto: SeitzZwei PKW-Fahrer kollidierten am Mittwoch auf der K335, auf Höhe der Kreuzung zur B6. Einer von ihnen wurde dabei leicht verletzt. Foto: Seitz
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Neustadt (cck). Der Dritte in diesem Jahr: Auf der Kreisstraße 335 ereignete sich am Mittwoch ein schwerer Verkehrsunfall. Zwei männliche Fahrer waren beteiligt, einer davon musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Ein 73-Jähriger fuhr mit seinem Hyundai von Bordenau aus auf die Kreisstraßen-Kreuzung in Richtung Bundesstraße 6. Ein 34-jähriger Audifahrer kam ihm von der Mecklenhorster Straße aus entgegen, beide Fahrzeuge stießen zusammen. Dabei wurde der 34-Jährige leicht verletzt. Der Sachschaden beträgt etwa 16.000 Euro, so die Schätzung der Polizei. Vor Ort waren der Verkehrsunfalldienst, die Neustädter Polizei, ein Krankenwagen sowie die Feuerwehr aus Frielingen. Die Straße musste nach dem Unfall für einige Zeit gesperrt werden.

Die Kreuzung ist als Gefahrenzone bekannt. In den sozialen Netzwerken wurden schnell die Forderungen nach einer Ampel laut. „Ampel oder Kreisel sofort!!!“ oder „Mit Ampel wäre das nicht passiert. Aber angeblich ist diese Kreuzung ja kein Unfallschwerpunkt“, waren einige der ersten Reaktionen. Tatsächlich wurde der Knotenpunkt 2007 in der Unfallkommission behandelt, galt zwei Jahre als Unfallschwerpunkt. Allerdings stabilisierte sich die Lage in den Folgejahren. „2016 gab es fünf Unfälle, 2017 einen und 2018 bislang zwei, den aktuellen ausgenommen“, sagt Reinhard Bruns, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Garbsen, alle samt mit reinem Materialschaden.

Tatsächlich gab es an der Kreuzung von Mitte 2016 bis Mitte 2017 eine Ampel, die den Verkehr regelte. Doch hatte dies andere Gründe: „Die Ampel wurde wegen der Arbeiten an der Mecklenhorster Straße aufgestellt“, erklärt der städtische Verkehrskoordinator Benjamin Gleue. Bis Mitte September wurde die Anlage wegen des B6-Umleitungsverkehrs weiter genutzt, dann aber abgebaut.

Auch die Stadt würde eine feste Anlage an der Kreuzung begrüßen: „Wenn eine Ampel sinnvoll ist, dann da“, so Gleue. Doch wird daraus in nächster Zeit wahrscheinlich nichts werden. Zu gering ist die Zahl der Unfälle, insbesondere mit Personenschaden. „Da gibt es leider dringlichere Fälle“, sagte Murat Güner, Leiter des Sachgebiets Verkehrstechnik, Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, im Gespräch mit der NZ.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1029 vom 01.12.2018