Inhalt: Grundgerüst für neue Sporthalle steht

Grundgerüst für neue Sporthalle steht

Planungen für Dreifeld-Halle am Gymnasium gehen voran

  • Seit fast zwei Jahren ist die Turnhalle am Gymnasium nicht mehr nutzbar. Ersetzt werden soll sie durch eine neue Dreifeld-Halle. Foto: SeitzSeit fast zwei Jahren ist die Turnhalle am Gymnasium nicht mehr nutzbar. Ersetzt werden soll sie durch eine neue Dreifeld-Halle. Foto: Seitz
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Neustadt (cck). Seit fast zwei Jahren ist die Sporthalle am Gymnasium geschlossen. Das Gebäude ist einsturzgefährdet, der reguläre Sportunterricht unmöglich. „Die nicht mehr tragbare Situation“, wie sie der Schulelternrat schildert, könnte nun bald ein Ende haben.

In der gemeinsamen Sitzung des Schul-, Sport- und Kulturausschusses und Ortsrats folgten alle beteiligten Gremien dem Beschlussvorschlag, eine neue Dreifeld-Halle am Standort des alten Gebäudes zu errichten. Endgültig entschieden wird in der nicht-öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA) am Montag. „Bislang mussten wir regelrecht betteln, um den Unterricht fortführen zu können“, sagte Schulleiter Reinhard Sell im Nachgang der Sitzung. Übergangsweise mussten Lehrer und Schüler auf umliegende Hallen der Hans-Böckler-Schule, Stockhausenschule, gar der Scharnhorstschule in Bordenau ausweichen, zum Teil mit dem Bus dorthin fahren.

Mit 1.993 Quadratmetern Fläche soll die geplante Halle genügend Platz bieten, um den Anforderungen der Schule und des Turn- und Sportvereins als außerschulischem Nutzer gerecht zu werden. Mit Hilfe von Vorhängen sollen drei Felder gleichzeitig genutzt werden können, weiter soll es eine mobile Tribüne für 400 Personen, einen Gymnastikraum, Kiosk und einen Seminarraum geben. Letzterer ist laut Sell besonders nötig, um den Bestimmungen des Lehrplans gerecht zu werden (siehe Kasten).

Kosten soll die Halle zirka 6.672.000 Euro brutto, einschließlich Abriss des alten Gebäudes, Umlegung der Wärmeversorgung und Erstausstattung - getragen von der Stadt. Unklar ist, wann mit dem Bau der neuen Turnhalle begonnen werden kann. „Eine Zeitschiene fehlt“, beschwerte sich Klaus-Peter Sommer (SPD). Stimmt der VA für die Dreifeld-Halle, kann das beauftrage Architekturbüro mit der Projektfeststellung beginnen. Diese könne laut Thomas Völkel, Fachdienstleiter Immobilien, im Herbst abgeschlossen sein, erst dann kann der Bauantrag erarbeitet werden.

Seminarraum: Ja oder nein?

Neustadt (cck). Uneinig waren sich einige Mandatsträger darüber, ob es einen Seminarraum innerhalb der neuen Halle geben muss. „Kann dieser nicht auch an anderer Stelle Platz finden?“, fragte Stefan Porscha (CDU). Als mögliche Alternative nannte er das Clubheim des TSV.

Vehement verteidigte Schulleiter Reinhard Sell die vorliegenden Pläne. In dem 64 Quadratmeter großen Raum soll unter anderem der Sporttheorieunterricht des Leistungskurses stattfinden. „Warum vertrauen Sie nicht den Fachleuten?“, ärgerte sich der Schulleiter. Laut Sell verändern sich die Anforderungen an die Schule. So werden auch im Sportunterricht immer mehr mediale Hilfsmittel eingesetzt, beispielsweise bei der Bewegungsanalyse. Umso wichtiger sei es einen Seminarraum, angrenzend an die Trainingsfläche, zu schaffen. „Wir planen eine Halle für Millionen und streiten uns über einen 64 Quadratmeter großen Raum“, beendete Ute Bertram-Kühn (FDP) die Diskussion. Sodass auch Porscha von einem Antrag absah, zu prüfen, ob der Seminarraum verlagert werden kann.

Knapp eineinhalb Jahre hat es gedauert, bis die Planung einer neuen Sporthalle am Gymnasium sichtbare Konturen annimmt. Der Ratsbeschluss wurde bereits im März 2017 gefasst, ein halbes Jahr später ein externes Büro mit der Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung beauftragt. Nachdem die Ergebnisse zunächst zusammengeführt werden mussten, konnte schließlich am Dienstag über die geplante Dreifeld-Halle beraten werden.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 1008 vom 07.07.2018