Inhalt: Fremdkörper im Tank: DLRG-Boot „Otter“ am Meer beschädigt

Fremdkörper im Tank: DLRG-Boot „Otter“ am Meer beschädigt

Schaden könnte fünfstellig sein - Ehrenamtliche sauer

  • Wegen Fremdkörpern im Tank ist das DLRG-Boot „Otter“ derzeit nicht einsatzbereit. Foto: DLRGWegen Fremdkörpern im Tank ist das DLRG-Boot „Otter“ derzeit nicht einsatzbereit. Foto: DLRG
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Mardorf (os). „Ich habe einen richtigen Hals“, sagt DLRG-Bezirkssprecher Helge Thormeyer, nachdem Unbekannte in der vergangenen Woche das Hauptrettungsboot „Otter“ der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft am Nordufer des Steinhuder Meeres beschädigt haben. Die Täter hatten Metall- und/oder Kunststoffteile in den Tank gesteckt. Als das Boot an Himmelfahrt zum Einsatz kommen sollte, setzten sich die Fremdkörper fest. Der Motor lief zunächst unrund, am Wochenende gar nicht mehr.

„Der Steg ist mit einem Tor gesichert, um den Tank zu öffnen braucht man einen Spezialschlüssel“, sagt Thormeyer voller Unverständnis über die Tat. „Wir haben zwar Fußspuren an Bord gesehen, aber wer rechnet denn mit sowas?“ In dem Boot steckt eine Menge Herzblut der ehrenamtlichen Wasserretter. „Wir haben Mühe gehabt, die Anschaffung zu finanzieren und nun sowas“, so der DLRG-Aktive. Nach Pfingsten kann „Otter“ per Trailer in die Werkstatt gebracht und genauer untersucht werden. Erste Splitter im Benzinfilter wurden bereits gefunden. „Wenn der Motor richtig kaputt ist, kostet ein neuer mindestens 14.000 Euro. Der Einbau kommt obendrauf“, so Thormeyer. Bei der DLRG hofft man nun, dass eine Filterreinigung ausreicht, um das Boot wieder flott zu machen. „Bis dahin stellen wir mit dem alten und kleineren Ersatzboot die Wasserrettung sicher.“

Passiert ist die Tat nach dem 6. Mai, Stegnachbarn hatten den Einsatzkräften berichtet, dass abends meist einiges an der Weißen Düne los war. An Bord wurden Fußspuren und leere Bierflaschen gefunden. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 05032/9559-115 bei der Polizei in Neustadt zu melden.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2318 vom 16.05.2018