Inhalt: Stadtverwaltung macht Drohung wahr: Theodor-Heuss-Straße wird zur Sackgasse

Stadtverwaltung macht Drohung wahr: Theodor-Heuss-Straße wird zur Sackgasse

  • Um die Gefahrensituation zwischen Theodor-Heuss-Straße und dem Bahnübergang an der Nienburger Straße zu entschärfen, mussten am Montag Taten folgen. Foto: KrämerUm die Gefahrensituation zwischen Theodor-Heuss-Straße und dem Bahnübergang an der Nienburger Straße zu entschärfen, mussten am Montag Taten folgen. Foto: Krämer
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Neustadt (cck). Ist keine Besserung in Sicht, droht die Schließung des kompletten Abschnitts - mahnte Verkehrskoordinator Benjamin Gleue Anfang des Monats. Jetzt macht die Stadtverwaltung die Drohung wahr: Seit Montag ist die Theodor-Heuss-Straße im Bereich des Bahnübergangs an der Nienburger Straße dicht. Reagiert hatte die Verwaltung damit auf etliche Verkehrsverstöße.

Ende April wurde bereits die Spur für Linksabbieger gesperrt. Zu oft sei es am kreuzenden Bahnübergang zu gefährlichen Situationen gekommen. Wissentlich missachteten Auto- und Lastwagenfahrer die Sperrung der Linksabbiegerspur, bogen stattdessen über die bisher noch geöffnete Rechtsabbiegespur oder über die Gegenspur auf die vorfahrtberechtigte Nienburger Straße ein, schildert Gleue.

Die Deutsche Bahn hatte im Vorfeld bereits mehrere Vorfälle gemeldet, bei denen das Szenario „Zug erfasst auf Bahngleis stehendes Fahrzeug“ noch gerade so vermieden werden konnte. Ein weiterer Anruf am Montagmorgen zog Konsequenzen nach sich. Die Stadtverwaltung wurde darauf hingewiesen, dass es nach den Feiertagen wieder vermehrt zu brenzligen Situationen gekommen sei. „Jetzt mussten wir handeln“, so Gleue. Noch am selben Morgen rückte der städtische Bauhof aus, um die Straße zu sperren und entsprechende Hinweisschilder aufzustellen. Bis wann die Maßnahme dauern soll, lässt der Verkehrskoordinator offen.

Die ersten Reaktionen in den sozialen Netzwerken gehen weit auseinander. Viele ärgern sich über die „Falschabbieger“, gestehen sogar, dass sie einen solchen Fall schon selbst erlebt haben: „Ich stand da schon so oft und war am zittern, weil es schon oft beinahe gekracht hat, weil dreiste Autofahrer trotz Verbot links abgebogen sind und sich einfach dazwischen gequetscht haben“, schildert eine Nutzerin. Andere beklagen wiederum die „schreckliche Verkehrslage“.

Ausweichen können die Verkehrsteilnehmer auf die Straßen Rundeel und Leinstraße. Doch ist die Befürchtung groß, dass es dadurch zu längeren Wartezeiten komme. „Jetzt muss ich auch noch zusehen, wo ich im Rundeel parke, wenn ich mein Kind aus der Krippe hole“, heißt es in einem Kommentar. Dass sich die ohnehin angespannte Situation innerhalb der Kernstadt durch die Sperrung nicht verbessere, ist auch dem Verkehrskoordinator bewusst. Doch gebe es bei der Sachlage keine andere Möglichkeit. „Jeder Unfall, der passieren kann, ist einer zu viel“, betont er.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2318 vom 16.05.2018