Inhalt: Planungen für das Gymnasium geraten wohl aus dem Zeitplan

Planungen für das Gymnasium geraten wohl aus dem Zeitplan

Sell geht nicht mehr von Fertigstellung bis zur G9-Rückkehr aus

  • Wie geht es weiter für das Gymnasium? Konkrete Pläne gibt es bisher nicht, allenfalls der Standort ist klar. Wo jetzt noch das alte Hallenbad (re.) steht, wird wohl die neue Schule gebaut. Die Sporthalle (oben, Mitte) ist schon seit rund zwei Jahren gesperrt.  Foto: Henri SeitzWie geht es weiter für das Gymnasium? Konkrete Pläne gibt es bisher nicht, allenfalls der Standort ist klar. Wo jetzt noch das alte Hallenbad (re.) steht, wird wohl die neue Schule gebaut. Die Sporthalle (oben, Mitte) ist schon seit rund zwei Jahren gesperrt. Foto: Henri Seitz
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Neustadt (os). Wenn 2021 mit der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren Gymnasium (G9) ein zusätzlicher Jahrgang an der Gaußstraße untergebracht werden muss, wird das wohl nicht in neuen Räumen möglich sein. Davon jedenfalls geht Schulleiter Reinhard Sell zwischenzeitlich aus. „Ich weiß auch nicht, warum das alles so lange dauert“, sagt er im Gespräch mit der Neustädter Zeitung. Sicher ist für ihn: „Wir haben dann arge Probleme.“

Wie berichtet ist der 1966 fertiggestellte Altbau marode - ganz unabhängig vom zusätzlichen Platzbedarf. Der Rat hatte im März 2017 die Verwaltung mit umfangreichen Voruntersuchungen beauftragt, die sollten bis zum Spätsommer vorgelegt werden. „Wir warten nun aber seit acht Monaten auf entsprechende Ergebnisse“, sagt CDU-Fraktionschef Sebastian Lechner. Ähnlich sieht das Magdalena Rozanska. „Der Ball liegt bei der Verwaltung. Unser Interesse ist eine schnellstmögliche Lösung“, sagt die SPD-Politikerin.

Einig sind sich die Rats-Parteien indes beim Standort. Ob CDU/SPD-Mehrheit, Grüne, UWG oder FDP, sie alle bevorzugen einen Verbleib an der Gaußstraße. Dieses Signal hatte Bürgermeister Uwe Sternbeck auch schon beim Neujahrsempfang gegeben. Wo jetzt noch das alte Hallenbad steht, könnten damit künftig neue Räume des Gymnasiums entstehen. Nur wann, das weiß bisher niemand zu sagen. Bis die vom Rat angefragten Ergebnisse vorliegen scheint immerhin klar. „Einen Masterplan für das Schulzentrum Süd soll es bis Ende der Sommerferien geben“, erklärt Stadtsprecher Stefan Bark auf NZ-Nachfrage. Vorher würden noch Arbeitstreffen in den Schulen und zwischen Beteiligten stattfinden, in Kürze wird nach einer Stippvisite in einer Beispielschule in Bayern auch noch eine Schule in Kopenhagen besucht. Ein Neu- oder Anbau soll schließlich auch die Chance auf ein modernes, pädagogisch zeitgemäßes Raumkonzept nutzen.

In eine Drucksache für die Politik sollen die so gewonnenen Erfahrungen erst noch einfließen. Im letzten Schulausschuss hatte sich die Verwaltung allerdings wenig mit Ruhm bekleckert, als der zuständige Fachdienstleiter scheinbar nicht wusste, dass alle wichtigen Erkenntnisse des Schadstoffkatasters eben doch vorliegen - nur nicht die Untersuchung als ganzes.

Aus Sells Sicht verspielt Neustadt mit der Hängepartie, über die er „nicht sehr erfreut“ ist, auch ein Stück Zukunft. „Es geht auch um ein attraktives Bildungsangebot, so etwas ist auch ein Standortfaktor“, sagt der Schulleiter.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2312 vom 04.04.2018