Inhalt: Investor für das Tor zur Innenstadt gefunden

Investor für das Tor zur Innenstadt gefunden

Rahlfs-Immobilien baut bis 2020 „Sahnestück“ zwischen Bahnhof und City

  • So oder sehr ähnlich wird es künftig am Bahnhof aussehen, hier der Blick von der Herzog-erich-Allee.  Grafik Rahlfs ImmobilienSo oder sehr ähnlich wird es künftig am Bahnhof aussehen, hier der Blick von der Herzog-erich-Allee. Grafik Rahlfs Immobilien
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Neustadt (os). Ein Ende des Parkplatzes am Zentralen Omnibusbahnhof ist absehbar, die Wirtschaftsbetriebe Neustadt (WBN) stellten am Freitagmorgen mit der Neustädter Firma Rahlfs Immobilien einen Investor für die dort gewünschten Gebäude vor. Nicht weniger als „eine neue Perle für die Innenstadt“ soll dort entstehen, so bezeichnet die WBN-Pressemitteilung das Vorhaben.

„Nachdem der Rat im August die Rahmenbedingungen beschlossen hatte, haben wir uns auf die Suche nach Investoren gemacht“, sagt WBN-Prokurist Thomas Reimann. Mit Profi-Unterstützung waren 250 potentielle Kandidaten kontaktiert worden, ein Großteil der Interessierten zog allerdings zurück, als das Modell Erbpacht bekannt wurde. „Wir wollen langfristig die Rechte am Grundstück behalten“, sagt Reimann, daher sei der von vielen Investoren favorisierte Kauf des Grundstücks nicht in Frage gekommen.

Diese Bedingungen schreckten Dirk-Wilhelm Rahlfs dagegen nicht ab. Sein Architekt Gence Zogaj entwarf ein zweiteiliges Gebäude mit einem 600 Quadratmerter großen Mittelplatz, der Innenstadt und Bahnhof nicht nur als Sichtachse verbindet, sondern auch die fußläufige Anbindung zwischen beidem herstellt.

Die Verhandlungen mit potentiellen Mietern beginnen sofort, unter anderem mit der Stadt Neustadt, die mit der Stadtbibliothek am ZOB einziehen möchte. Auch die Region Hannover ist ein potentieller Interessent. Bis zum dritten Quartal diesen Jahres sollen Mietvertragsverhandlungen abgeschlossen sein, im ersten Quartal 2019 ist der Beginn der auf 18 Monate kalkulierten Bauphase angepeilt.

Wo früher unter anderem das Postgebäude stand und zwischenzeitlich der provisorische ZOB untergebracht war, sollen laut Dirk-Wilhelm Rahlfs künftig Einzelhändler im Erdgeschoss zu finden sein. „Die Nachfragen für die Flächen sind schon jetzt sehr hoch“, sagt der Geschäftsführer der Rahlfs Immobilien GmbH. Das gilt demnach sowohl für lokale wie auch für überörtliche Interessenten. Rahlfs freut sich, dass es „nach intensiven Planungen jetzt losgeht“.

Zogajs Entwurf enthält unter anderem extensiv begrünte Dachterrasse, Lichthöfe, Arkaden und eine Tiefgarage mit 90 Stellplätzen. Weil Klinker im Umfeld sehr präsent sind, haben wir uns für eine solche Fassade entschieden“, so der Architekt. Durch zurückgenommene Gebäudeteile sollen sich die „realtiv großen Baukörper“ besser in die Umgebung einfügen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 987 vom 10.02.2018