Inhalt: Jetzt sorgt auch noch die Bahn für Behinderungen im Straßenverkehr

Jetzt sorgt auch noch die Bahn für Behinderungen im Straßenverkehr

Fußgänger und Radfahrer müssen Umwege in Kauf nehmen

  • Gleis- und Weichenerneuerungsarbeiten an drei Neustädter Bahnübergängen sorgen in den nächsten Wochen für Behinderungen, sowohl im Straßen- als auch Zugverkehr. Foto: SeitzGleis- und Weichenerneuerungsarbeiten an drei Neustädter Bahnübergängen sorgen in den nächsten Wochen für Behinderungen, sowohl im Straßen- als auch Zugverkehr. Foto: Seitz
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Neustadt/Poggenhagen (r/dgs). Nicht nur Straßenbauarbeiten, sondern nun auch noch umfangreiche Gleisbauarbeiten führen in den nächsten fünf Wochen zu erheblichen Behinderungen im Straßenverkehr zwischen Poggenhagen und Neustadt. Dazu werden Verspätungen im Zugverkehr zwischen Wunstorf und Nienburg erwartet. Grund sind Gleis- und Weichenerneuerungsarbeiten an drei Neustädter Bahnübergängen, die das Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn, die DB Netze, dort durchführt.

Los geht es in Poggenhagen am Bahnübergang Moordorfer Straße. Dort erfolgt eine Vollsperrung von Freitag, 19. Januar, 22 Uhr bis Dienstag, 30. Januar, 5 Uhr. Auch Radfahrer und Fußgänger können die Gleise während dieses Zeitraums nicht queren. Der Verkehr wird über den Bahnübergang am Poggenhagener Bahnhof umgeleitet. Die Stadt weist darauf hin, dass Fußgänger, Radfahrer und Fahrer von Motorrollern oder Motorrädern auch die Bahn-Unterführung „Am Schiffgraben“ nutzen können.

Der Bahnübergang Siemensstraße ist dann von Dienstag, 30. Januar, 22 Uhr bis Dienstag, 6. Februar, 5 Uhr komplett gesperrt. Autofahrer können hier über die Landwehr ausweichen. Aufgrund der Vollsperrung müssen Radfahrer und Fußgänger entweder ebenfalls über die Landwehr fahren oder den Bahnhofstunnel nutzen.

„Die Stadt Neustadt hat die ausführende Baufirma und die DB Netze darauf hingewiesen, dass der Bahnübergang für den Schülerverkehr zum Gymnasium, zur Leine-Schule, zur Berufsbildende Schule und zur Grundschule an der Stockhausenstraße eine extrem wichtige Verbindung ist und gefragt, ob der Übergang für Fahrradfahrer und Fußgänger passierbar bleiben kann“, berichtet Stadtsprecher Benjamin Gleue. Dies sei abgelehnt worden, da die Arbeiten an den Gleisen mit Großgerät ausgeführt würden und Verkehr jeglicher Art innerhalb der Baustelle zu gefährlich sei.

Als nächstes ist dann in Poggenhagen der Bahnübergang Fliegerstraße/Bahnhofsstraße an der Reihe. Er wird von Dienstag, 6. Februar, 22 Uhr bis Montag, 19. Februar, 5 Uhr komplett gesperrt.Die Stadt erwartet bei dieser Vollsperrung die größten negativen Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Autofahrer werden über den Bahnübergang Moordorfer Straße umgeleitet. „Zu Stoßzeiten kann es erfahrungsgemäß zu deutlich längeren Wartezeiten kommen, bei geschlossener Schranke ist auch damit zu rechnen, dass der Rückstau bis weit in die Wunstorfer Straße hineinreicht und der Verkehr stadtauswärts somit immer mal wieder zum Stehen kommt“, befürchtet Gleue. Autofahrer, die aus Richtung Bordenau/Poggenhagen kommen, müssen dann an der Wunstorfer Straße auf Höhe des „Frosches“ links abbiegen, was sich erfahrungsgemäß schwierig gestalte.

„Wer in Poggenhagen östlich der Bahn, zum Beispiel in der Lindenallee wohnt, kommt während der Bauarbeiten nicht am Bahnhof auf die andere Seite“, betont der Stadtsprecher. Das bedeute, dass auch die Grundschüler aus diesem Gebiet nicht den üblichen Weg zur Grundschule nehmen können. „Die einzige Möglichkeit zur Schule zu kommen besteht darin, sich mit dem Auto über den Bahnübergang Moordorfer Straße bringen zu lassen oder mit dem Fahrrad die Bahn-Unterführung Am Schiffgraben zu nutzen“, so Gleue. Auch hier habe DB Netze erklärt, dass es aus Sicherheitsgründen unter keinen Umständen möglich sei, den Bahnübergang während der Bauarbeiten für Fußgänger geöffnet zu lassen.

Während der Arbeiten am Bahnübergang werden die Fliegerstraße/Dewitz-von-Woyna-Straße an drei Tagen für mehrere Stunden voll gesperrt. Dort kreuzt ein Bahngleis in Richtung Fliegerhorst die Straße. Die Gleise werden dort am 9. Februar von 18 bis 22 Uhr sowie am 10. und 11. Februar jeweils von 10 bis 16 Uhr erneuert. Die Anwohner werden hier von der Bahn gesondert informiert.

Informationen für Bahnreisende

Die Deutsche Bahn will Änderungen im Zugverkehr selbst an die Fahrgäste weitergeben. Fest steht bereits, dass an mehreren Tagen statt der S-Bahn (S2) ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Wunstorf und Neustadt/Nienburg eingesetzt wird.

Im Regionalverkehr fallen vereinzelt Züge komplett aus, unter anderem sind davon der RE 1 und der RE 8 betroffen, die zwischen Bremen und Hannover verkehren. Alle Informationen zum Zugverkehr während der Bauphase sind im Internet auf https://bauinfos.deutschebahn.com/niedersachsen-bremen zu finden.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 982 vom 06.01.2018