Inhalt: Für ein sicheres Zuhause: Polizei gibt Tipps zum Einbruchsschutz

Für ein sicheres Zuhause: Polizei gibt Tipps zum Einbruchsschutz

  • Polizeihauptkommissarin Stephanie Schulze (v. li.), Kriminalermittlungsdienstleiter Jürgen Winkler und Kommissariatsleiter Gerd Klingenberg verraten, worauf beim Thema Einbruchsschutz zu achten ist. Foto: KrämerPolizeihauptkommissarin Stephanie Schulze (v. li.), Kriminalermittlungsdienstleiter Jürgen Winkler und Kommissariatsleiter Gerd Klingenberg verraten, worauf beim Thema Einbruchsschutz zu achten ist. Foto: Krämer
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Neustadt (cck). Ähnlich einem Sexualdelikt beschreibt Kommissariatsleiter Gerd Klingenberg die Auswirkungen auf Opfer von Wohnungseinbrüchen. Die Meisten würden sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen, sogar umziehen. „Bei dem Gedanken, dass gerade jemand den Schrank durchwühlt hat, ist das auch verständlich“, so Klingenberg. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit über das Thema Einbruchsschutz aufzuklären.

Die höchsten Fallzahlen gab es 2016 mit 104 Wohnungseinbrüchen, weitere 60 in Geschäften, Büros und Lagerräumen. 2015 waren es hingegen nur 67 Wohnungseinbrüche, dafür 87 Einbrüche in Geschäften. Zwar gehen die Zahlen in diesem Jahr zurück, doch rät die Polizei weiter zur Vorsicht. Allein in der vergangenen Woche ereigneten sich drei Einbrüche in Folge.

Laut Jürgen Winkler vom Kriminalermittlungsdienst ist es besonders wichtig, entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen am eigenen Heim vorzunehmen. Zum einen darf das Haus, gerade im Urlaub, nicht unbewohnt wirken und unbeleuchtet sein. „Da können auch die Nachbarn aktiv werden“, so Winkler. Auch der Briefkasten sollte nicht überquellen. Aus der Erfahrung heraus würden 80 Prozent der Einbrecher durch das Fenster eindringen. Sein Tipp: Für Fenster und Türen gibt es spezielle Vorrichtungen, die den Einbruch erschweren, als Beispiel nennt er Pilzkopf- und Mehrfachverriegelungen.

Zur „dunklen Jahreszeit“ zeigt die Polizei auch im Streifendienst verstärkt Präsenz, so soll es in den kommenden Wochen eine Sonderdienstwoche mit verschärften Kontrollen geben. „Wichtig ist auch, dass uns die Bürger direkt anrufen, wenn sie etwas sehen“, betont Klingenberg. Lieber würden die Beamten zehn Mal umsonst losfahren, als einmal zu spät.

Drei Einbrüche in Folge

Neustadt (r/cck). Die Polizei weist auf drei aufeinander folgende Einbrüche hin: Unbekannte Täter brachen am Freitagabend, 24. November, zwischen 18.30 und 22.30 Uhr in ein Reihenendhaus im Mitobiusweg ein. Sie hebelten ein Fenster auf und gelangten so in das Gebäude. Die Bewohner waren zu der Zeit im Urlaub. In der Zeit zwischen Mittwoch, 22. November, und Samstag, 25. November, wurde in ein Einfamilienhaus im Schlesierweg in Poggenhagen eingebrochen. Zunächst versuchten die Täter ein auf der Gebäuderückseite liegendes Fenster aufzubrechen, doch der Versuch scheiterte. Sie hebelten ein anderes Fenster auf und kamen so ins Hausinnere. Auch hier waren die Hauseigentümer im Urlaub. Am Montagvormittag, 27. November, wurde der Polizei ein dritter Einbruch gemeldet. Unbekannte verschafften sich Zutritt zu dem Friedhofsbüro in der Lindenstraße, indem sie den Profilzylinder der Zugangstür abbrachen. Entwendet wurde aber nichts. „Die Tatzeit dürfte zwischen Freitag und Montagvormittag gewesen sein“, vermutet Kriminalermittlungsdienstleiter Jürgen Winkler. Hinweise zu den Einbrüchen nimmt die Polizei unter Telefon: 05032/9559115 entgegen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2294 vom 22.11.2017