Inhalt: Ehemaliger Polizeichef präsentiert Schauriges

Ehemaliger Polizeichef präsentiert Schauriges

Manfred Henze hat Verbrechen aus Neustadt zusammengetragen

  • Manfred Henze stellt zusammen mit Verlegerin Tanja Weiß sein Erstlingswerk vor. Eine Lesung findet am 22. November im „Haus der Kirche an Liebfrauen“ statt.Foto: Gade-SchnieteManfred Henze stellt zusammen mit Verlegerin Tanja Weiß sein Erstlingswerk vor. Eine Lesung findet am 22. November im „Haus der Kirche an Liebfrauen“ statt.Foto: Gade-Schniete
Bild von

Neustadt (dgs). Manfred Henze, jahrelang Polizeichef in Neustadt, lüftet ein Geheimnis: Er hat ein Buch geschrieben. Schon das Cover lässt Schauriges erahnen, ebenso der Titel „Stehlen, Quälen, Morden - Das ist doch nicht erlaubt!“ Soeben ist das Buch druckfrisch im Rübenberger Verlag erschienen. Und am nächsten Mittwoch, 22. November, wird der Kriminalhauptkommissar im Ruhestand Spannendes daraus vorlesen - um 19.30 Uhr im „Haus der Kirche an Liebfrauen“.

„Dort war übrigens früher die Polizeistation untergebracht“, erinnert Henze, der als gebürtiger Neustädter und Mitglied einer alten Polizeidynastie viele Geschichten zu erzählen weiß. Sein Urgroßvater war um 1900 noch als Nachtwächter in Neustadts Gassen unterwegs. Von ihm hat er auch die alte Eichentruhe geerbt, in der er viele Jahre später die Aufzeichnungen seines Vorfahrens entdeckte. „Oh Mann, da waren Geschichten dabei....“, freut sich Henze noch heute.

Schon damals fing er an, so manche Episode zu Papier zu bringen.

„Alle Taten geschahen in unserer Umgebung. Zwangsläufig wird mit dem Erzählen der Fälle Unbekanntes enthüllt, Verschwiegenes offenbart, einiges ausgeplaudert und die eine und andere Indiskretion verraten“, macht Henze seine Leser neugierig. Dabei hätten sich die Motive kaum verändert, ist er überzeugt, „Liebe, Triebe, Habgier gehören damals wie heute dazu“. Und nach wie vor würden die Täter oft besser wegkommen als die Opfer, weiß Henze, der sich seit seiner Pensionierung als Außenstellenleiter der Region Hannover für den „Weißen Ring“ engagiert. „Natürlich hat mein Beruf zum Entschluss beigetragen, das Buch zu schreiben, vielmehr aber hat das Erbe von Vorfahren den Ausschlag gegeben“, gesteht Henze. „Auffällig war, dass ich einen ständigen Begleiter hatte: den Tod“, rekapituliert er. Als die junge Anette Peus in Mardorf spurlos verschwand, war der Kommissar ebenso vor Ort wie beim Suizid von Fußball- Legende Robert Enke.

Aber Henze erlebte auch viel Amüsantes während seiner Dienstzeit und lernte dabei so manche Berühmtheit kennen: Der Schlagersänger Chris Roberts entpuppte sich als Verkehrsrüpel und dem bayerischen CSU-Chef Franz-Josef Strauß musste er die vergessenen Stullen hinterhertragen. Auch im Haus des ehemaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht ging Henze als Personenschützer ein und aus und lernte damals schon Tochter „Röschen“, die heutige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, kennen . . .

Das Taschenbuch ist im Rübenberger Verlag unter ISBN 978-3-936788-29-7 erschienen und ab sofort auch in den örtlichen Buchhandlungen erhältlich.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2293 vom 15.11.2017