Inhalt: Licht aus - Heizung aus: Beim Klimaschutz sind die Stockhausen-Schüler spitze

Licht aus - Heizung aus: Beim Klimaschutz sind die Stockhausen-Schüler spitze

Schulen werden belohnt für ihr geschärftes Umweltbewusstsein

  • Jede Klasse an der Grundschule Stockhausenstraße hat zwei Energie-Scouts ernannt, die sich zusammen mit Hausmeister Jürgen Haack und ihren Mitschülern für mehr Klimaschutz stark machen.Foto: Gade-SchnieteJede Klasse an der Grundschule Stockhausenstraße hat zwei Energie-Scouts ernannt, die sich zusammen mit Hausmeister Jürgen Haack und ihren Mitschülern für mehr Klimaschutz stark machen.Foto: Gade-Schniete
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Neustadt (dgs). Wieder einmal prämierte die Stadt ihre besten Schulen beim Klimaschutzprojekt „KlimaPlus“. Die meisten Punkte holte dieses Mal die Grundschule Stockhausenstraße. In dem alten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude gelang es den Schülern immerhin, den Wasserverbrauch um 51 Prozent und den Stromverbrauch um 23 Prozent zu senken.

Hausmeister Jürgen Haack hat an den Einsparungen sicher einen maßgeblichen Anteil. Regelmäßig trifft er sich mit den Energie-Scouts der einzelnen Klassen zum Rundgang durch die Klassenräume. Heizung aus beim Lüften und Licht aus, wenn alle in die Pause gehen, lautet die Devise. Auch im Unterricht ist das Energiesparen und Ressourcen schonen Thema. So konnte der Papierverbrauch an der Schule erheblich reduziert werden. Die Stadt belohnte die Schüler mit einem Preisgeld von 1.782 Euro.

Dabei gehe es aber gar nicht in erster Linie um die Höhe der Einsparungen, wie Neustadts Klimaschutzmanager Martin Schultze bei der Preisverleihung betonte. Viel entscheidender sei es, Umweltpädagogik generell in den Schulalltag zu integrieren. Und das gelinge. Insgesamt seien die Schüler „sehr aufnahmebereit“ für Umweltthemen. „Sie müssen nicht, sie wollen“, hat Schultze festgestellt. Und das sei gut so, denn die Kinder seien die Multiplikatoren von morgen. „Der Klimawandel ist global, aber wir müssen lokal handeln“, so der Klimaschutzmanager.

„Jeder kann etwas tun“, das vermittelt auch Lehrerin Sabine Buntrock, an der Stockhausenschule zuständig für das Projekt „KlimaPlus“ ihren Schülern. Der Drittklässler Bo jedenfalls weiß, was der Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung bewirkt. „Wenn die Polkappen schmelzen, steigt der Meeresspiegel weiter an“, weiß er. Die Folgen bekommen jetzt schon viele Menschen zu spüren.

Auch an den anderen Schulen im Stadtgebiet ist der Klimaschutz fest im Unterricht verankert. Auf Platz zwei landete die Grundschule Poggenhagen, die nicht nur Energie einsparte, sondern auch alle Klassen im Umgang mit Messgeräten schulte und dafür 1749 Euro einheimste. Der dritte Platz ging an die Grundschule Hagen, die mit einem eigenen Schulgarten punktete aber auch mit einem Projekttag zum Thema regenerative Energien und der jährlichen Teilnahme am Hagener Umwelttag.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 974 vom 11.11.2017