Inhalt: Kleine Schrauber sind gefragt

Kleine Schrauber sind gefragt

Fahrrad-Werkstatt der KGS soll nachhaltig werden

  • Ocke Dethlefsen erklärt dem 13-jährigen Jordan Zettlitz den Umgang mit einer Kettenpeitsche. Foto: KrämerOcke Dethlefsen erklärt dem 13-jährigen Jordan Zettlitz den Umgang mit einer Kettenpeitsche. Foto: Krämer
Bild von

Neustadt (cck). In der Fahrrad-Werkstatt der KGS können sich junge Schrauber an der Reparatur ihres eigenen Fahrrads versuchen. Bremsen müssen geölt, die Fahrradkette gewechselt werden.

Seit Anfang des Schuljahres gibt es auch eine eigene Arbeitsgemeinschaft (AG), welche donnerstags zwischen 12.30 und 14.15 Uhr angeboten wird. Betreut wird diese von Ocke Dethlefsen, Lehrer der KGS und Regionalkoordinator für Nachhaltige Schülerfirmen/ Schülergenossenschaften in Hannover. Bislang hätte er „super motivierte und sehr interessierte“ Schüler in seiner AG, welche eifrig mit Schraubenzieher und Kettenpeitsche hantieren. Zuvor hatte sich einer der Hausmeister, Christoph Misera, fünf Jahre in Eigenregie um die Fahrrad-Werkstatt gekümmert.

Aktuell haben sich 14 Schüler der 5. und 6. Klasse für die AG angemeldet. Ausgelegt ist diese eigentlich für die Klassen fünf bis neun. Dass eher jüngere Schüler daran teilnehmen, könnte laut Dethlefsen an dem voll gespickten Stundenplan der höheren Klassen liegen. Momentan sei er aber mit 14 aktiven Teilnehmern gut ausgelastet. Zwar hätte es in der Vergangenheit schon Gespräche gegeben, ob er durch eine weitere Kraft unterstützt werden könne, bislang hätte sich aber noch kein geeigneter Kandidat gefunden.

Künftig soll die Fahrrad-Werkstatt von den Kindern und Jugendlichen selbst betrieben und eine Schülerfirma aufgebaut werden. Alte, zum Teil schon in ihre Einzelteile zerlegte Räder dienen als Ersatzteillager. „Letzte Woche haben wir erst ein komplettes Fahrrad auseinandergebaut“, verrät der Lehrer stolz. Die Schüler sollen nicht nur „ihr Rad als ihr eigenes begreifen“, sondern auch den Umgang mit nachhaltigen Ressourcen schätzen lernen. Das Ersatzteillager besteht zu einem großen Teil aus Spenden, so auch das Werkzeug.

Zunächst versuchen sich die Schrauber an der Reparatur ihrer eigenen Räder, später sollen auch ausgediente Exemplare neu aufgerüstet und verkauft werden können. Die Preise sollen „erschwinglich“ bleiben, damit auch einkommensschwache Familien berücksichtigt werden können.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 968 vom 30.09.2017