Inhalt: Spezialeinheit findet keine Kalaschnikow bei Autohändler

Spezialeinheit findet keine Kalaschnikow bei Autohändler

Großaufgebot durchsucht Gebäude und Fahrzeuge

  • Vermummte Polizisten durchsuchen Fahrzeuge und Geschäftsräume eines Autohändlers an der Wunstorfer Straße. Auch die Privaträume wenige Meter weiter wurden durchsucht. Fotos: Seitz/HakeVermummte Polizisten durchsuchen Fahrzeuge und Geschäftsräume eines Autohändlers an der Wunstorfer Straße. Auch die Privaträume wenige Meter weiter wurden durchsucht. Fotos: Seitz/Hake
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Neustadt (os). Ein Großaufgebot vermummter Polizisten, ziviler Beamter und Hundeführer hat am Donnerstag Geschäfts- und Privaträume sowie Fahrzeuge eines Autohändlers nach einem Sturmgewehr durchsucht. Gefunden wurde am Ende nichts.

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Klinge, sagte, war Ursache der Großaktion ein Foto im Internet. Das zeigte ein Familienmitglied mit der gesuchten Schusswaffe. Wohl auch, weil die aus dem Libanon stammende Familie in den vergangenen Wochen mehrfach mit einer weiteren libanesischen Familie eine teils gewalttätige Fehde austrägt, wurde Gefahr im Verzug gesehen, die Beamten einer Spezialeinheit, Bereitschaftspolizisten und Hundestaffel rückten an.

Autohändler Mohammad T. bestätigte gegenüber der Neustädter Zeitung, dass ein Sturmgewehr AK 47 - auch bekannt unter dem Namen Kalaschnikow - gesucht worden sei. „Die haben aber nichts gefunden.“

Ob es sich bei der im Internet gezeigten Waffe um ein scharfes Modell handelt oder eine Nachbildung, steht nicht fest. „Nach den vorliegenden Hinweisen war die Aktion aber in dieser Weise erforderlich“, so Oberstaatsanwalt Klinge.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 964 vom 02.09.2017