Inhalt: Wiesenstraße/Gartenstraße: Der Berechtigungsausweis gilt ab Montag

Wiesenstraße/Gartenstraße: Der Berechtigungsausweis gilt ab Montag

Ab Mittwoch wird kontrolliert - Verwarngeld von 20 Euro droht

  • NZ-Redakteur Oliver Seitz hat seinen Berechtigungsschein bereits bekommen - als Flottenkunde der Tankstelle an der Mecklenhorster Straße.  Foto: HakeNZ-Redakteur Oliver Seitz hat seinen Berechtigungsschein bereits bekommen - als Flottenkunde der Tankstelle an der Mecklenhorster Straße. Foto: Hake
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Neustadt (os). Die Anwohner des gesperrten Bereichs haben Post bekommen: Um das allgemeine Durchfahrtsverbot im Bereich Ziegeleiberg/Wiesenstraße/Gartenstraße durchzusetzen sind inzwischen die angekündigten Berechtigungsausweise (wir berichteten) verteilt worden. Der Ausweis ist ab kommender Woche sichtbar hinter der Windschutzscheibe auf dem Armaturenbrett des Fahrzeugs mitzuführen.

Montag wird die Beschilderung entsprechend der neuen Regelung geändert und die bisherige Regelung „Anlieger frei“ aufgehoben, die Einbahnstraßen-Regelung bleibt dabei erhalten. Ab dann dürfen nur noch Verkehrsteilnehmer mit entsprechendem Berechtigungsausweis die Straßen dieses Bereichs befahren. Eine kleine Schonfrist gibt es dann noch: Stadtverwaltung und Polizei werden die Einhaltung der neuen Regelung ab Mittwoch überwachen. Bis dahin haben Anlieger, die keinen Ausweis erhalten haben, Zeit, diesen in der Theodor-Heuss-Straße 18, 2. Stock, Zimmer 24, abzuholen.

Anlieger, die im Gegensatz zu den Anwohnern nicht unaufgefordert einen Berechtigungsausweis erhalten haben, etwa Handwerksbetriebe und Pflegedienste, die innerhalb des gesperrten Bereichs arbeiten. Diese können zu folgenden Zeiten abgeholt werden: montags und dienstags 8 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags 8 bis 18 Uhr.

Ganz von der Regelung ausgenommen sind Rettungsfahrzeuge, öffentlicher Nahverkehr, Abfallentsorger, Post- und Paketzusteller in entsprechenden Dienstfahrzeugen. Paketzusteller, die den privaten Pkw nutzen, benötigen ebenfalls einen Ausweis. Weiterhin ausgenommen sind alle Zweiräder - ob motorisiert oder nicht.

Wer ab Mittwoch ohne Berechtigungsausweis durch den Bereich fährt muss ein Verwarngeld zahlen. Die Suttorfer Straße bleibt wie bisher eine Anliegerstraße. Freibad, Volkshochschule sowie das Seniorenzentrum und Geschäfte am Schützenplatz bleiben somit weiter aus Fahrrichtung Innenstadt erreichbar. Das Angelgeschäft und die Tierarztpraxis an der Gartenstraße können Anlieger aus Fahrtrichtung Gewerbegebiet anfahren. Besuchern der Anwohner wird empfohlen, den Schützenplatz aus Richtung Innenstadt anzusteuern und dort zu parken.

Deutliche Kritik äußerte FDP-Ratsherr Thomas Iseke an Verwaltung und Bürgermeister, nachdem die Regelung bekannt wurde. Er habe ein Einlenken der Verwaltung erwartet, nachdem im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss die Planung moniert worden war.

Die Stadtverwaltung hat sich - wie berichtet - für die Regelung entschieden, weil Verbotsschilder und Appelle von vielen Verkehrsteilnehmern missachtet wurden. Die Vielzahl an Verkehrsverstößen sei der ausschließliche Grund, warum die Verwaltung nun keine andere Möglichkeit mehr gesehen habe. Eine Verkehrszählung an acht Tagen ergab 26.815 vorbeifahrende Autos. Mehrere Politiker hatten dem entgegengehalten, dass die Durchfahrt ausschließlich für PKW als Umleitung durchaus eine rechtssichere Situation geschaffen hätte.

So wird der Verkehr umgeleitet

Alle PKW-Fahrer zwischen Innenstadt und Gewerbegebiet Ost müssen die Umleitungsstrecke über die Bundesstraße 6 zwischen den Auf- und Abfahrten Leinstraße/Himmelreich und Bordenau nehmen. Stadteinwärts kann die Auffahrt Mecklenhorster Straße (McDonalds) genutzt werden.

Aufgrund der Sperrung der B 6-Leinebrücke für den Verkehr über 7,5 Tonnen ist eine Umleitung der Lastwagen über die Bundesstraße nicht möglich. Der innerstädtische Schwerlastverkehr muss somit zwingend der ausgewiesenen Umleitung über Empede, Basse und Suttorf folgen, um beispielsweise aus der Innenstadt ins Gewebegebiet Ost zu kommen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 963 vom 26.08.2017