Inhalt: „Das grenzt an Körperverletzung“

„Das grenzt an Körperverletzung“

Landtagskandidatin Wiebke Osigus beim Ortstermin in Basse

  • De SPD-Landtagskandidatin Wiebke Osigus (re.) und die Regionsabgeordnete Christina Schlicker (Mi.) mit Mitgliedern der Bürgerinitiative.Foto: Gade-SchnieteDe SPD-Landtagskandidatin Wiebke Osigus (re.) und die Regionsabgeordnete Christina Schlicker (Mi.) mit Mitgliedern der Bürgerinitiative.Foto: Gade-Schniete
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Basse (dgs). „So geht es nicht“, das erkennt Wiebke Osigus, Landtagskandidatin der SPD, bei ihrem Ortstermin sofort. Lastwagen an Lastwagen rollt durch die enge Ortsdurchfahrt. Die Mitglieder der Bürgerinitiative, die erneut zu einem Ortstermin eingeladen haben, müssen laut werden, ansonsten ist eine Unterhaltung kaum möglich. „Und das geht hier jeden Tag so, von morgens bis in die Nacht“, erklärt Sabine von der Lieth, Sprecherin der Bürgerinitiative.

Osigus ist gekommen, um die Lage vor Ort auf sich wirken zu lassen. Den aktuellen Sachstand kennt sie natürlich, war bei der Informationsveranstaltung der beteiligten Straßenbaubehörden selbst dabei. Es bringe sicher nichts, die Fehler der Vergangenheit aufzuzählen, sagt sie, zeigt aber viel Verständnis für die Emotionen. Angesichts der Belastung vor Ort sei eine Verteilung des Verkehrs auf mehrere Schultern wichtig, erklärt sie.

Der bisher abgesteckte Zeitrahmen von zweieinhalb Jahren für eine Verstärkung der Leinebrücke und den Aufbau einer Behelfsbrücke ist für die Bürgerinitiative allerdings „nicht akzeptabel“. „Das grenzt an Körperverletzung“, bringt es der Basser Herbert Stoepper angesichts der Lärm- und Abgasbelastung auf den Punkt.

Die angekündigten Geschwindigkeitskontrollen oder auch die Tatsache, dass ein Vertreter der Bürgerinitiative mit am „Runden Tisch“ sitzt, werten die Basser eher als „Beruhigungsmaßnahmen“. So sind am morgigen Donnerstag wieder Vertreter der Straßenbaubehörden vor Ort, um den Schilderwald und die abgängigen Fahrbahnen in Augenschein zu nehmen.

„Wir brauchen schnellstens eine Wiederbefahrbarkeit der Bundesstraße 6“, lautet die Forderung von Anwohnerin Brigitte Trautmann. Da für eine Behelfsbrücke auch die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover zuständig ist, riet die Regionsabgeordnete Christina Schlicker der Bürgerinitiative, zur nächsten Regionsversammlung am 20. Juni nach Hannover zu kommen.

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2271 vom 14.06.2017