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Foxos: Das nächste große Ding?

500 Besucher auf sonnigem sofaa-Festival

  • Rick Jurthe verzaubert mit seiner Märchenpop-Stimme beim sofaa-Festival. Foto: BeinkeRick Jurthe verzaubert mit seiner Märchenpop-Stimme beim sofaa-Festival. Foto: Beinke
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Neustadt. „Du bist es... vielleicht!“ Ein Satz, der sich in das Gedächtnis der Zuschauer von Castingshows gebrannt hat; ein Satz, den die Band „Foxos“ gar nicht so gerne hört. Für sie gibt es nur ein konsequentes „Ja“. Ja, zu der Frage, ob sie auf den großen Bühnen dieser Welt spielen will. Ja, zur Umsetzung der eigens geschaffenen Stilrichtung: Märchenpop. Ja zu der fabelhaften Stimme des Frontmanns Rick Jurthe und ein deutliches Ja zu der Frage, ob sie mit der Musik ihren Lebensunterhalt bestreiten möchte.

Wenn die 150 Zuschauer des sofaa-Festivals gegen Abend vor ihrer Bühne stehen, dringen sie ein in diese Märchenwelt, welche die sechs jungen Musiker der Band mit ihrer Mischung aus elektronischen und akustischen Klängen erschaffen. Die Couchpotatoes, die sich vor der Bühne in einigen der vielen aufgestellten Sofas gelümmelt haben, lassen sich von den sanften Bässen der einzigen Frau auf der Bühne, Laura Fink, streicheln. Und für 1,50 Euro für ein Bier oder eine Cola lässt es sich wohl auch ganz gut genießen.

Foxos wirkt beim Auftritt souverän, dabei ist es im Vergleich zum großen Headliner „Kroner“, der schon als Vorband von Bosse gespielt hat, ihre Festival-Premiere. Auch neben anderen Bands des sofaa-Festivals wie Vivie Ann und Whyy konnten konnte Foxos gut bestehen. „Bei so einem Auftritt kommen die Leute ja nicht nur wegen uns. Da muss man erst mal schauen, wie das Publikum reagiert und wir müssen viel mehr Überzeugungsarbeit leisten“, meint Rick Jurthe. Überzeugt hat die Band wohl schon in der Vergangenheit. Ein paar interessante Angebote gäbe es da, aber die Band, die es erst seit einem Jahr gibt, möchte sich nicht zu früh festlegen.

„Erst mal finde ich es gut, dass wir hier die Möglichkeit bekommen haben zu spielen. Ich finde es auch gut, dass Neustadt lokale Musikkultur fördert“, so Rick Jurthe. Bis spät in die Nacht kuscheln sich die Zuschauer in die Couch, lauschen den wohlwollenden Klängen und freuen sich, dass es keine Werbeunterbrechungen gibt, die sie wegschalten müssten. Eine Castingshow, ohne Casting, bei der es nur Gewinner gibt.

André Beinke

Seite drucken DruckenSeite teilen Teilen Ausgabe-Nr. 2122 vom 06.08.2014